Pressearchiv 2005
Hamburg, den 08.11.2005
‚alsterarbeit’ feiert im alten Flughafenterminal 1 und zeigt die Geschichte der Beschäftigung von Menschen mit Handicaps
Vom Reisigbesen zum it-Server
Einst hießen sie ‚Beschützende Werkstätten’ und unternahmen die ersten zaghaften Versuche, regelmäßige Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Man verlegte sich aufs Bürsten- und Besenbinden, versuchte sich an Korbflechten oder Makramee-Arbeiten. Auch in Alsterdorf waren das neben Einsätzen in Garten und Landwirtschaft die Anfänge der Arbeits- und Beschäftigungsprojekte.
Doch die Zeit der Reisigbesen ist lange vorbei. Arbeit und Beschäftigung spielen heute auch im Leben von Menschen mit Handicaps eine zentrale Rolle. Sie bieten die Voraussetzung für Selbstwertgefühl und soziale Anerkennung.
Dabei reicht die Bandbreite der Beschäftigung in der alsterarbeit gGmbH, dem Unternehmen für Arbeit und Beschäftigung im Verbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, von der industriellen Fertigung und Montage – hier entstehen beispielsweise Kabinenfenster für den Airbus – über Dienstleistungen im gastronomischen Bereich, innovative Arbeitsplätze in der it-Branche bis hin zu Arbeitsplätzen in anspruchsvollen Kulturprojekten. Zu alsterarbeit gehören unter anderen die erfolgreiche Avantgarde-Rockband ‚Station 17’, das Theaterensemble ‚Meine Damen und Herren’ (ehemals Station 17-Theater) oder die international anerkannten ‚Schlumper Maler’.
Ein moderner Einsatzort für Beschäftigte mit Handicaps ist der Hamburger Flughafen. Auf der Lufthansa-Werft ist seit gut einem Jahr ein sechsköpfiges Serviceteam von alsterarbeit in Aktion.
Den Flughafen hat sich die alsterarbeit gGmbH jetzt auch ausgesucht, um mit vielen Gästen aus Politik und Wirtschaft – und natürlich den eigenen Mitarbeitern und Beschäftigten - zu feiern. Rund 1000 geladene Gäste erwartet die Firma zu ihrem großen Fest im alten Terminal 1 des Flughafen Hamburg.
Die Anlässe sind vielfältig. Vor 25 Jahren erhielten die damaligen Alsterdorfer Werkstätten ihre offizielle Anerkennung als ‚Werkstatt für Behinderte’. Seit fünf Jahren arbeitet der Geschäftsbereich alsterarbeit in der heutigen, vielfältig differenzierten Form, und in diesem Jahr gründete er sich im Rahmen der neuen Alsterdorfer Stiftungsstruktur als eigene gemeinnützige Gesellschaft, die alsterarbeit gGmbH.
Der große Event im Terminal 1 wird auch einen Einblick in die vielfältigen Beschäftigungsfelder von alsterarbeit bieten. Dabei wird deutlich, wie sehr sich die hochwertigen Arbeitsangebote vom alten Klischee der „beschützenden Werkstätten“ unterscheiden.
Zahlreiche Gäste haben ihr Kommen zugesagt. Mitfeiern im Terminal 1 wollen unter anderem Hamburgs Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram und der Hamburger Agentur für Arbeit-Chef Rolf Steil.
Vertreter der Medien sind zum alsterarbeit-Event im Flughafen Hamburg herzlich eingeladen.
Bitte geben Sie uns telefonisch Bescheid, ob wir mit Ihnen rechnen dürfen. Ihre Ansprechpartnerin unter der Rufnummer 5077 3840 ist Frau Häntschel.
Termin
Donnerstag, 10. November
17 Uhr
Flughafen Hamburg
Alter Terminal 1
Flughafenstraße 1-3, Hamburg-Fuhlsbüttel
Kontakt
Evangelische Stiftung Alsterdorf
Bereichsleitung Kommunikation
Wolfram Scharenberg
Telefon 0 40.50 77 35 22
Fax 0 40.50 77 35 82
w.scharenberg@alsterdorf.de
www.alsterdorf.de