Pressearchiv 2005
Hamburg, den 12.04.2005
Norddeutschlands größtes diakonisches Dienstleistungsunternehmen in neuen Strukturen In neuer Rechtsform in die Zukunft
Klienten, Patienten, Schüler und Kunden nehmen es kaum wahr. Und doch hat die Evangelische Stiftung Alsterdorf eine der entscheidendsten Veränderungen ihrer über 140jährigen Geschichte vollzogen. Mit Beginn dieses Monats arbeiten all ihre wesentlichen Dienstleistungsbereiche in eigener wirtschaftlicher Verantwortung. Die Stiftung privaten Rechts, das größte soziale Dienstleistungsunternehmen diakonischer Prägung in Norddeutschland, hat damit ihre Struktur grundlegend verändert.
Bisher wirkten sämtliche Alsterdorfer Dienstleistungszweige innerhalb eines Rechtsträgers. Somit lastete auch die wirtschaftliche Verantwortung aller Angebote stets auf der Gesamtstiftung. Mögliche wirtschaftliche Schwierigkeiten eines Arbeitsbereiches zogen stets sämtliche anderen Angebotszweige in Mitleidenschaft. Dieses Risiko ist in der neuen Struktur für jeden Einzelbereich minimiert.
Entscheidender Vorteil der neuen Struktur im Unternehmensverbund ist darüber hinaus die gezielte Ausprägung des jeweils eigenen Profils, das jedes der höchst unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der Stiftung für sich fortentwickeln will. Das, so sind die Verantwortlichen sicher, wird in der künftig größeren Eigenständigkeit noch besser als zuvor gelingen.
Seit 1. April arbeiten fast alle wesentlichen Dienstleistungsangebote der Stiftung als jeweils eigenständige gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH). Zehn solcher neuen Gesellschaften gehören zum Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Den Löwenanteil machen dabei weiterhin die Assistenzangebote für Menschen mit Behinderung aus. Sowohl die Wohn- und Unterstützungsangebote auf dem ursprünglichen Stiftungsgelände im Stadtteil Alsterdorf als auch die vielfältigen Assistenzdienstleistungen in den Hamburger Stadtteilen und im Schleswig-Holsteiner bzw. Niedersachsener Umfeld bündeln sich in insgesamt fünf eigenständige Assistenz-gGmbH’s.
Beide Krankenhäuser der Stiftung, das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf und das Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus in Bargfeld-Stegen, wirken jeweils als eine eigene gGmbH. Eine je eigene Gesellschaft bilden außerdem die außerklinischen Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen im Landkreis Stormarn und das renommierte Werner Otto Institut als sozialpädiatrisches Zentrum.
Wichtige Bedeutung im Unternehmensverbund kommt zudem der alsterarbeit gGmbH (www.alsterarbeit.de) zu, die spezielle Angebote zur Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen vorhält. Ihr zugeordnet sind Tochtergesellschaften, die als Integrationsbetriebe Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen auf die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt vorbereiten. Dazu zählen die Vollkornbäckerei-Kette ‚Backland’, das Restaurant ‚Haus 5’ im ehemaligen Hafenkrankenhaus auf St. Pauli oder der EDV-Dienstleister ‚it-oss outsourcing gGmbH’.
Keine eigenständige gGmbH wird hingegen der Bereich ‚Schulen, Kinder- und Jugenhilfe’ bilden. So verbleiben etwa die angesehenen Bugenhagen-Schulen, die Fachschule für Heilerzieher und die Kindertagesstätten in Alsterdorf, Lurup und Mümmelmannsberg auch in Zukunft als wichtiges operatives Aufgabenfeld unmittelbar bei der Stiftung. Auch die neuen ‚Schulen unterm Kirchturm’, deren erste im Sommer in Hamburg-Hamm ihren Betrieb aufnimmt, zählen hierzu.
Als nicht eigenständige Arbeitsfelder bei der Mutterstiftung bleiben zunächst auch das Alsterdorfer Therapiezentrum mit seinen Praxen für Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie sowie das Beratungszentrum mit seinen diagnostischen, psychotherapeutischen und intensivpädagogischen Angeboten für Menschen mit Behinderungen.
Zum Alsterdorfer Unternehmensverbund zählen letztlich auch alle gewerblichen GmbH’s, die sich im Laufe der vergangenen Jahre gegründet haben. Hier reicht die Bandbreite von der Betreibergesellschaft des Restaurants ‚Kesselhaus’ auf dem Alsterdorfer Markt über Firmen für Raumpflege und Gebäude-Management bis hin zum neu gegründeten ‚alsterdorf verlag’.
Sämtliche neu ausgegliederten gemeinnützigen Firmen gehören auch in ihrer neuen Rechtsform weiterhin zur Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Sie alle sind Mitglied im Diakonischen Werk und im Verband kirchlich-diakonischer Arbeitgeber. Alleiniger Gesellschafter in allen gemeinnützigen Gesellschaften ist die Stiftung. Die wandelt sich somit mit ihren mehr als 3.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von der einst schwerfälligen Institution zum flexiblen Unternehmensverbund, in dem zahlreiche überschaubare Betriebe in hoher Eigenverantwortung agieren. Gleichwohl bleiben gemeinsames Leitbild, Unternehmensgrundsätze und Erscheinungsbild erhalten.
Mit ihrer grundlegend neuen Struktur wappnet sich die Evangelische Stiftung Alsterdorf für die immer umfangreicheren Herausforderungen der Zukunft. Ihre einzelnen Gesellschaften wollen noch genauer als bisher auf Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen, die ihre Dienstleistungen in Anspruch nehmen, reagieren. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen können sie in ihrer neuen Form leichter antizipieren. Ihre größere Flexibilität hilft zudem, auch in Zukunft die Arbeitsplätze der Beschäftigten in all den Arbeitsfeldern der Evangelischen Stiftung zu sichern.
Das sind die neuen Gesellschaften im Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
alsterdorf assistenz west gGmbH
alsterdorf assistenz nord gGmbH
alsterdorf assistenz ost gGmbH
alsterdorf assistenz umland gGmbH
prosocial gGmbH (Schleswig-Holstein)
alsterarbeit gGmbH
evangelisches krankenhaus alsterdorf gGmbH
heinrich sengelmann krankenhaus gGmbH
to hus gGmbH (Außerklinische Angebote, Kreis Stormarn)
werner otto institut gGmbH
Kontakt
Evangelische Stiftung Alsterdorf
Bereichsleitung Kommunikation
Wolfram Scharenberg
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