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Pressearchiv 2006

Hamburg, den 25.08.2006

Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Werner Otto Institut und Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf kooperieren:

Neue Behandlungsplätze für Kinder mit Epilepsie

Das Epilepsiezentrum Hamburg im Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf, das Werner Otto Institut und das Katholische Kinderkrankenhaus Wilhelmstift  bieten erstmalig für Kinder mit Epilepsie in Hamburg die Möglichkeit einer umfangreichen, stationären Diagnostik mit einer „rund um die Uhr Video & EEG Überwachung“. Dieses pädiatrische Epilepsie-Intensiv-Monitoring ist für viele Kinder die Vorraussetzung, um eine passende Therapie einleiten zu können, und die teilweise sehr schweren Leiden zu lindern. Bisher mussten die Familien mit ihren Kindern weit fahren, und so ist das neue Hamburger Angebot stark nachgefragt. Am 25. August wird dieser Neubeginn mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Nikolaus Kirche unter der Leitung der evangelischen Pastorin Hilke Osterwald und  des katholischen Pastor Berthold Bonekamp-Kerkhoff gefeiert.

„Die  Kooperation über Trägergrenzen und Konfessionen hinweg ist einmalig in Hamburg. Hier haben in guter ökumenischer Tradition alle zusammengearbeitet, um die Versorgungslücke hinsichtlich optimaler Diagnostik und Behandlung anfallskranker Kinder und Jugendlicher im Großraum Hamburg zu schließen“, betont Pastor Berthold Bonekamp-Kerkhoff, Geschäftsführer des Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift. „So ein ökumenisches Kinder Monitoring ist bundesweit einzigartig“.

„Im Auftrag der Behörde  für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz haben wir die bestehenden Kapazitäten des Epilepsiezentrums am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf um vier Behandlungsplätze für Kinder und Jugendliche erweitert“, erläutert Diplomkaufmann Ulrich Scheibel, Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf und des Werner Otto Instituts. Zwei der neu eingerichteten Behandlungsplätze werden vom Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift betrieben, zwei vom Sozialpädiatrischen Zentrum Werner Otto Institut, das wie das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf zur Evangelischen Stiftung Alsterdorf gehört.

Bei mehr als fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen werden anfallsverdächtige Episoden beobachtet, schätzungsweise 0,5 Prozent leiden tatsächlich an Epilepsien. „Herauszufinden, wann tatsächlich eine Epilepsie vorliegt erfordert Spezialkenntnisse, speziell geschultes Personal und umfangreiche medizintechnische Spezialausstattung, auf das wir nun im Epilepsiezentrum zurückgreifen können“ so Dr. Burkhard Püst, Chefarzt der Neuropädiatrie im Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift. Über mehrere Tage werden die Kinder per simultaner Daueraufzeichnung von Elektroenzephalographien und Video rund um die Uhr von speziell geschulten Funktionsassistenten, Kinderneurologen und Kinderkrankenschwestern überwacht. Dieses Intensiv-Monitoring gab es bisher für Kinder in Hamburg nicht.

„Noch vor wenigen Jahren bestand in Norddeutschland ein eklatanter Versorgungsmangel an hochspezialisierter Diagnostik und Therapie für Patienten mit Epilepsie und anderen Anfallskrankheiten“ erläutert Dr. Stefan Stodieck, Chefarzt der Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf und Ärztlicher Leiter des Epilepsiezentrums Hamburg. „Seit 1999 haben wir deshalb im Auftrag der Planungsbehörde begonnen, am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf ein Epilepsiezentrum aufzubauen. Wesentlicher Gedanke unseres Konzeptes ist es dabei, die in Hamburg an verschiedenen Stellen vorhandene medizinische Exzellenz zu vernetzen und durch enge Kooperationen im Rahmen des Epilepsiezentrums für unsere Patienten eine optimale Behandlung zu ermöglichen.“ 

Durch die gemeinsame Tätigkeit können die vorhandenen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten besser genutzt werden, was für Kinder und Jugendliche mit therapieschwierigen Epilepsien wichtig ist. „Gerade die vielen Patienten, bei denen die Epilepsie mit zusätzlichen Problemen wie Störung der Entwicklung, Behinderung, Störung des Verhaltens oder der sozialen Integration einhergeht, werden von dieser Kooperation profitieren“ ergänzt Dr. Marion Traus, leitende Oberärztin der Neuropädiatrie im Werner Otto Institut.

Kontakt
Medizinische Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kathrin Herbst
Telefon 0 40.50 77 39 65
Fax 0 40.50 77 87 39 65
k.herbst@alsterdorf.de

Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Susanne Maas
Telefon 0 40.67 37 71 05
Fax 0 40.67 37 71 30
s.maas@kkh-wilhelmstift.de

Verantwortlich: Evangelische Stiftung Alsterdorf, Bereichsleitung Kommunikation,
Wolfram Scharenberg, Tel.: 0 40.50 77 35 22 – www.alsterdorf.de
 

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