Pressearchiv 2007
Hamburg, den 07.09.2007
Kultursenatorin Karin v. Welck, der Maler Arnulf Rainer und Unternehmer Michael Otto waren zu Gast in der alten Rinderschlachthalle
Besuch im Schlumper Atelier
Beeindruckt von der künstlerischen Ausdruckskraft und der Kreativität der Künstlergruppe ‚Die Schlumper’ zeigten sich Kultursenatorin Karin v. Welck, otto group-Chef Michael Otto und der Österreichische Maler Arnulf Rainer bei ihrem gemeinsamen Besuch des Schlumper Ateliers in der alten Rinderschlachthalle auf St. Pauli. Der künstlerische Leiter der bekannten Gruppe behinderter Künstler Rolf Laute und einige der Malerinnen und Maler selbst nahmen die prominenten Gäste in Empfang und führten sie durch ihre Wirkungsstätte.
Der Maler Arnulf Rainer, der in dieser Woche eine Ausstellung mit eigenen Werken in Hamburg eröffnet hatte, wollte den Besuch in der Hansestadt nutzen, um Atelier und Galerie der Schlumper kennen zu lernen. Dem schlossen sich Kultursenatorin Karin v. Welck als erklärte Schlumper-Freundin und Unternehmer Michael Otto gerne an. Auch der otto group-Chef zählt zu den bekennden Fans der Künstlergruppe. Michael Otto: „Die künstlerischen Fähigkeiten behinderter Menschen haben mich schon immer beeindruckt. Die Talente der Schlumper haben sich über die Jahre zu anerkannten Künstlern entwickelt, die Unterstützung verdienen." Begleitet wurden die Gäste unter anderen von alsterarbeit-Geschäftsführer Wolfgang Lühr sowie Hilke Osterwald und Wolfgang Kraft, stellvertretende Direktorin und Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, in deren Verbund die Künstlergruppe der Schlumper arbeiten.
Laut Grimmschem Wörterbuch bedeutet ‚Schlump’ ein unerwarteter Glücksfall. Den lassen die Künstler und ihre Kunst immer wieder assoziieren. Ihren Namen haben Die Schlumper aber von ihrer Gründungsstätte abgeleitet: dem ‚Stadthaus Schlump’. Dort lebten vor mittlerweile mehr als 30 Jahren viele Schlumper der ersten Stunde in einer ausgelagerten Alsterdorfer Wohngruppe.
Die Idee zu der in vielfacher Weise außergewöhnlichen Gruppe hatte der Künstler Rolf Laute. Er erkannte die besonderen Talente der Schlumper, förderte sie und nutzte die Lust zur Kunst, die zahlreiche Mitglieder der Gruppe an den Tag legten.
Die Schlumper malen Bilder auf Papier oder Leinwand in kleinen und großen Formaten. Sie zeichnen, radieren, collagieren, modellieren und bauen Objekte. Die Arbeiten der Schlumper werden auch für Kunst-am-Bau-Projekte, Plakate, Plattencover und als Ausschmückung für verschiedene Objekte genutzt.
Mittlerweile sind aus den talentierten Malern mit Behinderung anerkannte Künstler geworden. Hierzu zählen unter anderem Uwe Bender, Werner Voigt, Horst Wässle, Karl-Ulrich Iden und Klara Zwick. Mittlerweile haben sich auch jüngere Künstler in der Gruppe etabliert.
Die Schlumper, die seit Ende der 90’er Jahre regelmäßig ihre Werke in ihrem neuen Atelier in der alten Rinderschlachthalle am Neuen Kamp 30 ausstellen, gehören seit 2002 zur alsterarbeit gGmbH, dem Beschäftigungsträger im Verbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Hier arbeiten alle Mitglieder der Gruppe als freischaffende Künstler auf anerkannten Werkstatt-Arbeitsplätzen, sind also auch formal ‚Schlumper von Beruf’.
Über die Jahre erlangten Die Schlumper breite Anerkennung in der Kunstszene. Die Gruppe ist national und international bekannt durch Ausstellungen in Hamburg, Berlin, Bonn und Mainz, in Prag und Chicago oder St. Petersburg.
Das Atelier auf St. Pauli ist mittwochs bis freitags von 16.00 bis 19.00 Uhr und samstags von 11.00 bis 17.00 Uhr für Besucher geöffnet.
Kontakt
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Bereichsleitung Kommunikation
Wolfram Scharenberg
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