Geht doch!

Begleitprogramm

Das Leben von »Sehlosen«

In dieser Lesung erfahren wir aus dem Leben von »Sehlosen«.
Die Autobiografie der blinden Theologin, Schriftstellerin und Rundfunkautorin Susanne Krahe »Der Geschmack von Blau« zeigt die einzigartige Begabung der Autorin für kluge Selbstironie.

Dr. Siegfried Saerberg ist nicht nur in der Soziologie verortet, sondern auch in Kunst und Kultur, und dies mit »blindem« Humor. Die Geschichten über Herrn Sehlos provozieren und machen süchtig.
Seit etlichen Jahren widmet sich Alexandra E. Kruse ihrer Leidenschaft fürs Amateurtheater in der Funktion als Darstellerin, Regisseurin und Bühnenautorin. Sie wird die beiden Autoren bei der Lesung unterstützen.
Mit: Susanne Krahe (www.susanne-krahe.de)
Dr. Siegfried Saerberg (www.siegfriedsaerberg.com)
Alexandra E. Kruse (Sprecherin/Schauspielerin aus Kiel))



»Mongolisch ist mongolisch und klingt so wie mongolisch«

Lesung der Redaktion Ohrenkuss
In der Leseperformance nehmen die Autorinnen und Autoren von Ohrenkuss Sie mit auf eine Reise in die Mongolei. Ohrenkuss ist eine Zeitung, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, und entsteht in der downtown – Werkstatt für Kultur und Wissenschaft in Bonn. Ohrenkuss ist gerade 15 Jahre alt geworden und hat eine Menge Preise gewonnen.
Mit: Dr. Katja de Bragança und Autorinnen und Autoren von Ohrenkuss (www.ohrenkuss.de / www.facebook.com/Ohrenkuss)



Die akademische Verdrängung der »Kindereuthanasie« in der Nachkriegszeit

Vortrag von Prof. Dr. Hendrik van den Bussche
Auch in Hamburg wurden im Nationalsozialismus »Euthanasie«-Verbrechen begangen – es war der staatlich organisierte Massenmord an Frauen, Männern und Kindern, die als »psychisch krank«, »behindert«, »minderwertig« oder »gefährlich« und deshalb als »lebensunwert« galten. An den Verbrechen beteiligt waren Dienststellen der NSDAP, Behörden und Ämter, die Hamburger Universität, Krankenhäuser, Pflegeheime und Einrichtungen der Fürsorge. Lange nach Kriegsende herrschte eisernes Schweigen über das »Euthanasie«-Verbrechen im Nationalsozialismus. Erst Anfang der 1980er-Jahre wurde das Tabu gebrochen und Aufklärung über Täter, Mittäter und ihr unbehelligtes Weiterleben im neuen Deutschland betrieben.
Mit: Prof. Dr. Hendrik van den Bussche, ehemaliger Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Eppendorf
Ausstellung im Hamburger Rathaus zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, 17. Januar bis 7. Februar 2014



»Mitten in Hamburg«- Podiumsdiskussion

Die Lebensumstände von Menschen mit Behinderung
in den 1950er und 70er Jahren
am Beispiel der damaligen Alsterdorfer Anstalten

Schweigen über die Vergangenheit, Stillstand und Verwahrung hinter Mauern – davon ist die Zeit von 1945 bis 1979 in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung geprägt. Auch in den Alsterdorfer Anstalten. Über die Zustände damals, aber auch die Reformbestrebungen diskutieren Dr. Michael Wunder, Gerda Engelbracht, Dr. Andrea Hauser und Dr. Dietrich Kuhlbrodt.
Mit: Dr. Michael Wunder, Leiter des Beratungszentrums der Ev. Stiftung Alsterdorf, Psychologe, Autor und Mitglied im Deutschen Ethikrat
Gerda Engelbracht und Dr. Andrea Hauser, Autorinnen und Kulturwissenschaftlerinnen
Dr. Dietrich Kuhlbrodt, Jurist, Autor, Schauspieler
Moderation: Burkhard Plemper



Tweetup

Das Hamburg Museum lädt im Rahmen der
Social Media Week Hamburg zu einem Twitter-Rundgang ein.

Mehr gibt es dazu hier!



Geht doch! Perspektiv-Wechsel

Zwei inklusive Führungen durch eine inklusive Ausstellung bilden den Auftakt der Reihe »Hamburg nach Fünf« im ersten Quartal 2014: Martina Bergmann und Tobias Pace führen jeweils durch die Ausstellung »Geht doch! Inklusion erfahren«, berichten über Hilfsmittel zur Orientierung und Kommunikation und vermitteln die Sicht auf das Thema Inklusion aus der Perspektive gehörloser respektive blinder Mitmenschen.

Eine Einladung zur Perspektiv-Erweiterung an Hörende
Martina Bergmann ist gehörlose Museumspädagogin und führt in Deutscher Gebärdensprache durch die Ausstellung.
Dolmetscher werden die Führung für Hörende Besucher übersetzen. Martina Bergmann stellt Hilfsmittel für die Kommunikation im Alltag vor und steht zum Dialog um Inklusion zur Verfügung.

Eine Einladung zur Perspektiv-Erweiterung an Sehende
Tobias Pace ist blind. Und er ist einer der Protagonisten der Ausstellung »Geht doch! Inklusion erfahren!«. Er führt an diesem Abend durch die Ausstellung und erklärt anschließend Hilfsmittel, mit denen er sich im Alltag orientiert. Besucher haben selbst die Möglichkeit, sich mittels Blindenstock und Leitsystem in der Ausstellung zu bewegen.



Lustige Geschichten in einem Bild

Cartoon-Workshop für Kinder
Phil Hubbe ist Cartoonist, Illustrator, Pressezeichner und hat seit über zwanzig Jahren multiple Sklerose. Seine Cartoons, auch zum Thema Behinderung, sind gefragt. In diesem Workshop können Kinder gemeinsam mit Phil Hubbe ihre eigene lustige Geschichte zu Papier bringen.
Mit Gebärdendolmetschern.
Teilnehmer: Kinder zwischen 8 bis 16 Jahren, Maximale Teilnehmerzahl: 20



Geht doch! Im Gespräch mit: Tobias Pace

Eine Einladung zur Perspektiverweiterung für sehende Ausstellungsbesucher
Der blinde Protagonist der Ausstellung »Geht doch! Inklusion erfahren!« führt durch die Ausstellung, erklärt Hilfsmittel, mit denen er sich im Alltag orientiert und bewegt und freut sich auf Ihre Fragen.



Lange Nacht der Museen

Motto: Geht doch!
Führungen, Musik- und Theaterauftritte u. v. m.



Führungen in der Ausstellung »Geht doch!«



Angebote für Schulen und Gruppen



Führungen in Gebärdensprache



Weitere Informationen

www.hamburgmuseum.de



Das Begleitprogramm der Ausstellung als pdf-Dokumemt herunterladen (ca. 2,3 MB)