Editorial

Auch im Jahr 2016 haben wieder viele Menschen unsere Arbeit unterstützt – mit Geld- und Sachspenden sowie mit testamentarischen Verfügungen. Für dieses großartige Engagement bedanken wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich!

Mit einer Spende für die Evangelische Stiftung Alsterdorf stellen Sie sich an die Seite derer, die Unterstützung brauchen: Menschen mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen, Menschen, die an Demenz erkrankt sind – und viele weitere.

Gerade die innovativen Projekte, die über die Grundversorgung hinausgehen, können wir nur mithilfe unserer Förderer verwirklichen. Auf den folgenden Seiten finden Sie einige Beispiele, was Ihr Engagement ermöglicht hat.

Alle Menschen sollen gleichberechtigt am sozialen Leben unserer Gesellschaft teilhaben können. Darauf richten wir unsere Arbeit aus. Und das eint auch die Spenden, so unterschiedlich sie auch eingesetzt werden: Sie helfen Menschen, ein möglichst eigenständiges Leben zu führen. Menschen zu stärken, sie zu ermutigen und zu befähigen, ihre eigenen Interessen zu vertreten – darauf ist die Arbeit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ausgerichtet.

Danke, dass Sie uns auf diesem Weg unterstützen! Denn gemeinsam stärken Sie unsere Arbeit.

Ihr
Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas

Bild; 1. Die Kinder des Kinderhauses St. Nicolaus in Mümmelmannsberg sagen ›DANKE‹.

Spendeneinnahmen

Über 2,1 Millionen Euro dank des Engagements unserer Förderer

Auch im Jahr 2016 haben viele Menschen unsere Arbeit unterstützt – mit Geld- und Sachspenden sowie mit testamentarischen Verfügungen. Für dieses großartige Engagement bedanken wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich!

Die Gesamterträge aus dem Teilbereich Spenden der Evangelischen Stiftung Alsterdorf beliefen sich im Jahr 2016 auf 2.150.687 Euro. In der Summe enthalten sind unter anderem Nachlässe in Höhe von 139.485 Euro. Außerdem unterstützten viele Menschen die Evangelische Stiftung Alsterdorf in Form von Sachspenden, wie beispielsweise Briefmarken oder Kleidung.

Im vergangenen Jahr haben uns erneut zahlreiche Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen unterstützt. 551.997 Euro der eingenommenen Spenden waren freie Spenden, 1.576.276 Euro wurden zweckgebunden für die folgenden Bereiche der Stiftung eingeworben.

Die zweckgebundenen Spenden teilen sich auf die folgenden Bereiche auf:

Bereich Euro
Assistenzbereiche 296.372
Werkstätten und Tagesförderung 51.264
Medizinische Gesellschaften 293.995
Rumänienhilfe 59.666
Bildung 230.671
Verschiedene Projekte 427.933
Sport und Inklusion 216.375
Gesamt 1.576.276

Viele dieser Spenden erreichen uns als Reaktion auf unsere Spendenbriefe. Mit ihnen informieren wir unsere Spender über aktuelle Projekte der Stiftung und darüber, wie wir die Finanzmittel wirksam für die Menschen eingesetzt haben.

Den direkten Kontakt zu unseren Spendern halten wir auf verschiedenen Wegen. Dazu gehören Veranstaltungen wie der Vortrag zum Erbrecht und zur Testamentsgestaltung, zu dem wir unsere Spender im vergangenen Jahr zweimal willkommen heißen konnten: Im September haben wir in die Stiftungskirche St. Nicolaus in Alsterdorf zu einem Vortrag von Wolfgang Roth, Fachanwalt für Erbrecht, zur Testamentsgestaltung eingeladen. Ferner vermittelten Karin Friedrich-Büttner, Fachanwältin für Erbrecht, und Dr. Julia Runte, Rechtsanwältin und Steuerberaterin, im Oktober in Ahrensburg die Grundzüge des Erbrechts und zeigten auf, wie man mit seinem Nachlass eine gute Sache fördern kann.

Bei Kaffee und Kuchen haben wir unseren Spendern im September außerdem die Gelegenheit geboten, unsere Arbeit besser kennenzulernen, indem ihnen Vorgehensweisen und Hilfsmittel, die Menschen in der Kommunikation unterstützen können, im Rahmen eines Fachvortrages erläutert wurden. Abschließend bestand die Möglichkeit für Fragen und Austausch.

Im Rahmen eines Spendertreffens in der Vorweihnachtszeit stellte Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas unseren Spendern das Projekt „»Lebendige Nachbarschaft“« im Rungestieg in Hamburg-Barmbek vor. Dieser Nachmittag klang mit adventlichen Liedern stimmungsvoll aus.

Die Resonanz der Spender auf diese Einladungen war außerordentlich positiv, zahlreiche Spender kamen den Einladungen gerne nach.

Regelmäßige Spenden erleichtern die langfristige Planung und Finanzierung von Projekten. Aus diesem Grund wurden unsere Spender auch im Jahr 2016 angerufen und gebeten, eine Einzugsermächtigung zu erteilen. Gleichzeitig wurden die Spender über aktuelle Projekte und Vorhaben der Stiftung informiert.

Wie wir Ihre Spenden einsetzen

Im Jahr 2016 haben wir 1.543.401 Euro an Spendenmitteln wirksam eingesetzt. Hiervon stammten 185.356 Euro aus freien und 1.358.045 Euro aus zweckgebundenen Spenden. Letztere teilen sich wie folgt auf die verschiedenen Bereiche der Stiftung auf:

Bereich Euro
Assistenzbereiche 180.538
Werkstätten und Tagesförderung 65.545
Medizinische Gesellschaften 266.658
Rumänienhilfe 65.179
Bildung 150.880
Sport und Inklusion 233.313
Sozialraumentwicklung 173.989
Verschiedene Projekte 221.943
Gesamt 1.358.045

Die nicht zweckgebundenen Spenden wurden im Wesentlichen für Kirche und Soziales, Seelsorge, den Hilfsfonds zur Deckung kurzfristiger Finanzierungsbedarfe verschiedener Projekte sowie für Einzel- und Freizeitförderung von Klienten verwendet.

Nicht alle Spendengelder können noch im gleichen Jahr der Einwerbung eingesetzt werden. Einige längerfristig angelegte große Projekte der Stiftung erstrecken sich auf einen Umsetzungszeitraum von mehreren Monaten. Das bedeutet, dass nicht alle Spendenmittel sofort in die Umsetzung fließen können, sondern je nach Projektfortschritt über einen bestimmten Zeitraum eingesetzt werden.

Bild: Frühkindliche ganzheitliche Bildung im Bildungshaus Lurup

Projekte

Gut Stegen – gut leben. Eine Gemeinde wird bunter

Spendeneinnahmen: 41.898 Euro

In Schleswig-Holstein liegen die drei aufwendig sanierten Wohnhäuser des Guts Stegen sowie drei weitere Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe auf dem Moorhof. Auf diesem beschaulichen Gutshof vor den Toren Hamburgs wohnen und arbeiten rund 100 Menschen mit unterschiedlich schweren Behinderungen. Sie kommen mit dem hektischen Leben in der Stadt nicht zurecht. Das ländliche Leben tut ihnen gut, hier können sie den Tag in ihrem eigenen Tempo angehen. Neben den Wohnangeboten gibt es auf dem Gut Stegen auch Tagesförderangebote in der Landwirtschaft oder im Hofcafé. Das Angebot an Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten ist für Menschen mit Behinderung besonders vielseitig. Neben der Bio-Gärtnerei wird so beispielsweise auch ein Kleintierbauernhof betrieben – die Begegnung mit Pferden, Esel, Katzen und Kaninchen wirkt dabei besonders motivierend auf die Bewohner des Gutshofes.

Unser Ziel ist es, das Gut Stegen zu einem Ort der inklusiven Begegnung und des Zusammenlebens zu entwickeln und damit Barrieren und Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Behinderung abzubauen. Durch die attraktive Gestaltung des Gutsgeländes und die Aufwertung der dortigen Angebotsstruktur sollen die Menschen aus der Gemeinde angesprochen werden, das Gut zu besuchen und es für sich zu nutzen.
Ebenso soll die Möglichkeit der Betätigung für Menschen mit Behinderungen weiter ausgebaut werden. Schon jetzt bestehen Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft und im Hofcafé. Als sehr konkretes Vorhaben ist aktuell geplant, im Gut Stegen Seminarräume einschließlich eines Tagungsservices anbieten zu können. Neben der Vermietung eines ausgestatteten Seminarraumes soll u. a. das Catering durch Menschen mit Behinderung realisiert werden.
Diese verschiedenen Bausteine sollen dazu dienen, das Gut Stegen zu einem inklusiven ländlichen Ort mit hoher Attraktivität zu machen.

Early Excellence im Bildungshaus Lurup

Spendeneinnahmen: 127.584 Euro

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf unterhält mit der Kita Moorwisch in Lurup eine langjährige, in Integration und frühkindlicher Bildung erfahrene Einrichtung. In dem bundesweit einmaligen, mehrfach ausgezeichneten kooperativen Bildungsangebot hat sich die Kindertageseinrichtung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf mit der staatlichen Grundschule Langbargheide zusammengeschlossen, um als gemeinschaftliches Bildungshaus Lurup für die Kinder einen Bildungsweg ohne Brüche zu ermöglichen.

Es ist das erklärte Ziel des Bildungshauses Lurup, mit seinen Angeboten Kinder und Jugendliche derart zu stärken, dass sie ihr Leben selbstständig und selbstbestimmt gestalten können. Hierbei denken wir an Kinder und Jugendliche im Allgemeinen wie aber auch im Besonderen an Kinder und Jugendliche mit Assistenzbedarf sowie an Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen. Wir wollen, dass ihnen eine chancengleiche Partizipation an Bildung, Freizeitgestaltung sowie kulturellem und sozialem Leben eröffnet wird.

Um dies zu erreichen, sollen die bestehenden Formen der Zusammenarbeit mit Eltern sich richtungweisend weiterentwickeln und durch neue Angebote erweitert werden. Zentrale Elemente stellen dabei im Sinne des Early Excellence-Ansatzes die Entwicklung neuer Formen der Zusammenarbeit mit Eltern sowie der Aufbau einer integrativen Familienarbeit und eines Familiennetzwerkes dar.

Early Excellence ist ein dynamischer Erziehungsansatz, dessen Ursprung im Milieu sozial benachteiligter Familien Nordenglands liegt. Diese Pädagogik stellt die Kompetenzen und Bildungsinteressen der Kinder in den Mittelpunkt und bindet in vorbildlicher Weise die Eltern ins pädagogische Geschehen ein. Hierzu wurden im Bildungshaus Lurup neue, niedrigschwellige Angebote geschaffen, die sozial integrativ und multikulturell ausgestaltet sind. Dabei will das Bildungshaus Lurup nicht nur Anlaufstelle für Alltagsfragen sein, sondern die Erziehungskompetenzen der Eltern stärken, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und Migranten bei der Integration unterstützen.

So sollen Eltern im Bildungshaus Lurup Angebote zum Kennenlernen, für gemeinsame Gespräche und einfach nur zum Wohlfühlen wahrnehmen können. Hierzu gehören unter anderem ein Elterncafé, regelmäßige Gesprächskreise, offene Sprechstunden und individuelle Beratung in Erziehungsfragen der Erziehungsberatungsstelle. Dem gemeinsamen Austausch unter den Eltern sowie zwischen Eltern und Erzieherinnen kommt hierbei ein wichtiger Stellenwert zu und er dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der Akzeptanz.

Um das Bildungshaus Lurup zu einem Treffpunkt für die ganze Familie werden zu lassen, wurde das bestehende Raumprogramm modifiziert und durch bauliche Maßnahmen in Teilen neu geordnet. Es entstand ein Eltern-Café, ein Servicepoint sowie eine Servicestelle. Auf diese Weise wurden neue Orte im Bildungshaus geschaffen, die die Eltern und Familien zum gemeinsamen Austausch und zur Fortbildung einladen.

Evaluation des Eltern-Kind-Gruppenprogramms KUGEL zum frühen Gebärdeneinsatz bei Kindern mit globaler Entwicklungsstörung

Spendeneinnahmen: 25.000 Euro

Es ist ein tiefes menschliches Bedürfnis, verstanden zu werden: mit unseren Wünschen und Bedürfnissen, mit unseren Ängsten und Fragen. Das Erlernen der Sprache ist ein wichtiger Schritt nicht nur für die Kommunikation, sondern auch für die gesamte Entwicklung eines Kindes. Wenn der Spracherwerb aufgrund einer Entwicklungsstörung oder Behinderung verzögert ist, kann dies die Beziehung zwischen Kind und Eltern belasten. Die Kinder sind verzweifelt, weil sie sich nicht verstanden fühlen. Und Eltern sind ratlos, weil sie nicht wissen, wie sie ihren Kindern helfen können.

Für entwicklungsverzögerte Kinder zwischen 1,5 und 4 Jahren haben Logopädinnen des Werner Otto Instituts gemeinsam mit Kolleginnen aus Heidelberg ein bundesweit einmaliges Programm entwickelt, in dem Eltern lernen, die gesprochene Sprache mit Gebärden zu begleiten. Die Kinder lernen dann gemeinsam mit ihren Eltern, wie sie ihrem Gegenüber mitteilen können, was sie möchten. Das Programm nennt sich KUGEL – Kommunikation mit unterstützenden Gebärden – ein Eltern-Kind-Programm.

In Deutschland wird von den Krankenkassen bisher zumeist lediglich die direkte Arbeit am Kind finanziert. Die Kosten von Elternangeboten, auch indirekte Intervention genannt, werden von den Krankenkassen nur vereinzelt übernommen, wenn deren Effektivität durch eine kontrollierte Studie belegt werden konnte. Derzeit existieren hierzulande jedoch nur singulär Belege der positiven Wirkung indirekter Intervention auf die kindliche Sprachentwicklung. Eine wissenschaftliche Evaluierung von KUGEL soll nunmehr dazu beitragen, wichtige Fragen zur Effektivität zu klären.

Ziel ist es, durch valide Forschungsergebnisse aus dem KUGEL-Programm in Deutschland langfristig gesundheitspolitisch zu gesicherten finanziellen Ressourcen für Angebote aus dem Bereich der Elternanleitung zu gelangen. Denn es ist der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ein wichtiges Anliegen, dass die betroffenen Familien unabhängig von ihren wirtschaftlichen Verhältnissen von KUGEL profitieren können. Durch die Evaluation des Programms soll die notwendige Grundlage dafür geschaffen werden, um eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu ermöglichen und KUGEL im gesamten deutschsprachigen Raum Verbreitung finden zu lassen.

Barrierefreie Umgestaltung des Alsterdorfer Stiftungsgeländes

Spendeneinnahmen: : insgesamt 159.198 Euro, davon 136.966 Euro im Jahr 2016

Seit dem Jahr 2004 ist der Alsterdorfer Markt ein herausragendes Beispiel für die Konversion eines ehemals geschlossenen Anstaltsgeländes. Durch die Mischung aus vielfältigen Angeboten, von der Nahversorgung bis zur medizinischen Versorgung, entstand hier ein bislang fehlendes barrierefreies Zentrum für die fast 24.000 Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Alsterdorf und umliegender Quartiere und ein weiterer kultureller Standort.

Als konsequente Fortführung dieses Weges arbeitet die Evangelische Stiftung Alsterdorf an der Entwicklung des Stiftungsgeländes zum »Inklusiven Quartier Alsterdorf«. Die Perspektive ist klar: Alle Menschen, die hier leben, wohnen, arbeiten, als Nachbarn, Kunden, Patienten oder als Besucher einer der zahlreichen Open-Air-Veranstaltungen auf dem Gelände, gehören selbstverständlich dazu – niemand wird ausgeschlossen.

2016 erfolgte zu diesem Zweck in einem ersten Schritt die Installation eines inklusiven Leitsystems auf dem Stiftungsgelände. Ferner wurde der barrierefreie Umbau des Marktplatzes vorgenommen. Kernelement der Umgestaltung sind Wege aus ebenem Belag, die den Zugang zu Geschäften und Gastronomie rund um den Platz erleichtern, sodass Menschen mit Gehhilfen und Rollstühlen den Platz sicher überqueren können und man beim Einsatz von Blindenstöcken Orientierung über die unterschiedliche Bodenhaptik erhält. Die Außenflächen des Restaurants Kesselhaus und des Eiscafés sind nun ebenfalls neu gepflastert. Ein neues Beet, als Einfassung der Kesselhausterrasse, bringt dem Marktplatz eine völlig neue Aufenthaltsqualität.

Bei dieser Gelegenheit konnte zugleich eine induktive Höranlage unter dem Marktplatz installiert werden, welche Hörgeräteträgern fortan die Teilnahme an Konzerten, Kino etc. unter freiem Himmel ermöglicht.

Bild: Auf Gut Stegen vor den Toren Hamburgs leben und arbeiten Menschen mit Behinderung in der Beschaulichkeit einer ländlichen Umgebung

Förderkreis

Der Förderkreis der Evangelischen Stiftung Alsterdorf e.V. ist mit 100 Mitgliedern eine Konstante in der Unterstützung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Das Kuratorium, das sich ehrenamtlich engagiert, zählt zum Ende des Jahres 2016 zwölf Personen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Für das ehrenamtliche Engagement sowohl des Vorstands als auch des Kuratoriums bedanken wir uns an dieser Stelle ganz ausdrücklich. Sie sind ein wertvoller und wichtiger Impulsgeber für den Förderkreis und damit für die Evangelische Stiftung Alsterdorf.

2016 wurde die Veranstaltungsreihe »Stadtgespräche« mit einer Veranstaltung zum Thema »Inklusion und chronische Krankheiten« erfolgreich fortgesetzt.

Am 1. November 2016 fand im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe erstmalig eine Benefizveranstaltung des Förderkreises mit Benefizauktion und einem vielfältigen kulturellen Rahmenprogramm statt. Charmant führte Juliane Möcklinghoff (ARD) als Moderatorin durch den Abend. Christiane Gräfin zu Rantzau, Auktionshaus Christie’s, leitete die Benefizauktion, für die zahlreiche Hamburger Unternehmen besondere Preise für den guten Zweck zur Verfügung gestellt hatten. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die die Arbeit des Förderkreises monetär sehr wertvoll unterstützt und zugleich auch öffentliche Wahrnehmung gebracht hat.

Im Jahr 2016 konnten durch die Aktivitäten des Förderkreises mehrere Projekte unterstützt werden: So konnte dank des Engagements des Förderkreises das Außengelände des Kinderhauses St. Nicolaus in Mümmelmannsberg abschließend so umgestaltet werden, dass sowohl Bewegungsraum für die Kleinsten, aber auch Toberaum für die großen der insgesamt 100 Kinder vorhanden ist. Der Förderkreis hat das Projekt seit 2015 begleitet und konnte insgesamt 46.485 Euro für die Umgestaltung zur Verfügung stellen. Das neu gestaltete Gelände ist ein großer Gewinn für die Kinder.

Ebenso konnte das Projekt Studydocks mit knapp 28.000 Euro unterstützt werden. Ziel des Modellprojekts ist es, Flüchtlingen ab 16 Jahren, die sich in Ausbildung oder einer anerkannten Ausbildungsvorbereitungsmaßnahme befinden, zweimal in der Woche Raum zum Lernen und individuelle methodische Unterstützung anzubieten. Hier finden sie einen ruhigen Ort für ungestörtes Lernen, ergänzende Lernmaterialien, Internetzugang, Kopier- und Druckmöglichkeiten sowie persönliche Hilfestellung.

Der Förderkreis konnte 2016 ein Jahresergebnis in Höhe von 82.820 Euro erreichen und liegt damit deutlich über dem Jahresergebnis von 2015. Ohne die umfangreiche, engagierte und kontinuierliche Unterstützung aller Mitglieder und Spender, des Vorstands und des Kuratoriums des Förderkreises wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. Wir danken allen sehr herzlich für ihr Engagement.

Bild: Der Förderkreis hat zu einem stimmungsvollen Benefizabend ins Museum für Kunst und Gewerbe einladen.

Finanzbericht

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Spendenbereich ist ein Teilbereich der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, Hamburg, ohne eigene Rechtspersönlichkeit.

Die der Geschäftstätigkeit des Teilbereichs zuzuordnenden Vermögensgegenstände und Schulden werden abgegrenzt. Die laufenden Geschäftsvorfälle, Vermögensgegenstände, Schulden und sachgerechten Abgrenzungen werden in zwei separaten Buchungskreisen der Stiftung geführt. Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen dem Teilbereich und der Stiftung werden als Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Erträge und Aufwendungen erfasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanz und die Mehr-Sparten-Rechnung können unter Downloads eingesehen werden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden analog zum HGB und den Regelungen des IDW RS HFA 21 durchgeführt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 500,60 Euro und Zugängen in Höhe von 758,60 Euro um 258,00 Euro erhöht.

2. Eigenkapital

Das festgesetzte Kapital hat sich aufgrund einer Zustiftung in Höhe von 500,00 Euro von 782.237,82 Euro auf 782.737,82 Euro erhöht.

3. Sonderposten

Der Sonderposten für noch nicht aufwandswirksam verwendete Spenden hat sich aufgrund von Eingängen des Jahres in Höhe von 538.609,66 Euro und Verwendungen in Höhe von 753.112,46 Euro von 788.724,17 Euro auf 574.221,37 Euro verringert.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 28.000 Euro (VJ: 22.000 Euro) betreffen Rückstellungen für Personalansprüche (26.000 Euro, VJ: 20.000 Euro) und Jahresabschluss (2.000 Euro, VJ: 2.000 Euro T€).

5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen.

Bild: Multikulturell und inklusiv: Kinderhaus St. Nicolaus in Mümmelmannsberg

Abschlussbemerkungen

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist nach der Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid des Finanzamtes Hamburg-Nord vom 16. November 2016, Steuernummer 17/409/00559, als ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten kirchlichen, mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf zahlt weder an fest angestellte Mitarbeitende noch an Dienstleister erfolgsabhängige Provisionen.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V. und garantiert damit, dass alle Spendengelder bestimmungsgemäß und sachgerecht verwendet werden.

Der Jahresabschluss des Teilbereiches Spenden der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Mehr-Sparten-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016, wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist Mitglied im
Deutschen Spendenrat e. V.
Deutscher Spendenrat

Bild: »Studydocks« - hier finden Geflüchtete ab 16 Jahren, die sich in Ausbildung oder einer anerkannten Ausbildungsvorbereitungsmaßnahme befinden, einen ruhigen Ort für ungestörtes Lernen.

Selbstverpflichtungserklärung

Die Selbstverpflichtungserklärung der Mitgliedsorganisationen des Deutschen Spendenrats e.V. hier herunterladen.

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Bild: Kommunikation mit unterstützenden Gebärden (kurz: KUGEL) – ein Eltern-Kind-Programm des Werner Otto Instituts

Downloads

Hier können Sie die die Mehr-Sparten-Rechnung, die Bilanz des Spendenbereiches für 2016, die Selbstverpflichtungserklärung der Mitgliedsorganisationen des Deutschen Spendenrats e.V. und die Druckversion dieses Spendenberichtes 2016 herunterladen.

Sie benötigen zur Ansicht einen Adobe Acrobat Reader, den Sie hier kostenlos herunterladen können.

Bild: Neben der Bio-Gärtnerei wird auf Gut Stegen beispielsweise auch ein Kleintierbauernhof betrieben – die Begegnung mit Pferden, Esel, Katzen und Kaninchen wirkt dabei besonders motivierend für die Bewohner des Gutshofes.

Impressum

Herausgeber

Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas (Vors.)
Ulrich Scheibel
Hanne Stiefvater
Dr. Thilo von Trott

Redaktion

Andrea Gutzeit
Anja Hellwig
Imke Spannuth

Adresse

Alsterdorfer Markt 4
22297 Hamburg-Alsterdorf
Telefon 0 40.50 77 39 31
Fax 0 40.50 77 41 22
s.wegner@alsterdorf.de
www.alsterdorf.de

Konzept, Gestaltung

Gestaltung: Andreas Homann, MedienMlange
Programmierung: Liquidmedia web & print
Umsetzung: Ingo Siegmund

Fotografie

Bertram Solcher
Heike Ross
Shutterstock: Michael Jung
Astrid Möller
Lili Nahapetian

Lektorat

Bernd Kuschmann

Inhaltlich Verantwortliche gemäß § 10 Absatz 3 MDStV

Katja Tobias

Bild: Im Zuge der barrierefreien Umgestaltung des Alsterdorfer Stiftungsgeländes wurde eine induktive Höranlage unter dem Marktplatz installiert, welche fortan auch Hörgeräteträgern die Teilnahme am Open-Air Kino ermöglicht.