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Beiträge zum Fachkongress Community Care

Die folgenden Beiträge sind während des Fachkongresses gehalten worden:

Hamburg, den

Der Kongress - Eröffnungsrede von Rolf Baumbach

Rolf BaumbachRolf Baumbach
Vorstandsvorsitzender der
Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Hamburg

Der Kongress

Parallel zur aktuellen Diskussion über Bürgerstaat und Zivilgesellschaft entwickeln sich in der Behindertenhilfe neue Leitideen, die Menschen mit Behinderung eine selbstbestimmte Lebensführung im Gemeinwesen ermöglichen wollen. Community Care steht für dieses Konzept. In diesem Sinne sind in Teilen der USA und einigen europäischen Staaten vielversprechende Schritte der Emanzipation von Menschen mit Behinderung unternommen worden. Die Evangelische Stiftung Alsterdorf wurde im Rahmen eines EU-Projektes zu diesem Thema neu vor die Frage nach Perspektiven der Behindertenarbeit gestellt. So entstand die Idee, zusammen mit dem Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Stiftung einen Fachkongress diesem Thema zu widmen.

Mit dem Kongress sollen fachliche Impulse gesetzt werden - dazu sind nationale und internationale Referenten geladen.

Am Montag werden verschiedene Dimensionen von Community Care beleuchtet. Ein Theologe beschreibt das Menschenbild der modernen Diakonie, ein Soziologe fragt nach den Möglichkeiten von Community Care in einer Gesellschaft von Individuen. Ein Sozialpsychologe stellt Parallelen von Sozialpsychiatrie und Community Care dar.

Am Dienstag Vormittag geben Fachleute aus den USA, den Niederlanden und Schweden Einblicke in internationale Erfahrungen. Ebenfalls am Dienstag wird die pädagogische und die politische Ebene von Community Care reflektiert.

Am Mittwoch wird ein Bild einer Gesellschaft entworfen, an der Menschen mit Behinderungen selbstverständlich teilhaben.

Neben diesen fachlichen Impulsen soll der Kongress ein Forum bieten, alle im Prozess von Community Care Beteiligten zusammzubringen, um auch gemeinsam Perspektiven zu entwickeln. Dazu dienen sowohl ein round-table-Gespräch am Montag Abend als auch die Workshops, in denen die unterschiedlichen Lebenswelten der Arbeit, des Wohnens, der Bildung, der Kunst und Freizeit im Gemeinwesen reflektiert werden.

Zum Schluss des Kongresses diskutieren in einer Talkrunde Menschen mit Behinderung, Angehörige und Fachleute, Politiker, Vertreter von Kostenträgern und Einrichtungen.

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