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Fachkongress Community Care

Logo des Kongresses

CC - Community Care Fachkongress mit internationaler Beteiligung
Evangelische Stiftung Alsterdorf
Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe
23. bis 25. Oktober 2000 in Hamburg

Der Kongress
 

Viele Menschen sitzen in einem Saal und hören scheinbar einer Rede zuParallel zur aktuellen Diskussion über Bürgerstaat und Zivilgesellschaft entwickeln sich in der Behindertenhilfe neue Leitideen, die Menschen mit Behinderung eine selbstbestimmte Lebensführung im Gemeinwesen ermöglichen wollen. Community Care steht für dieses Konzept. In diesem Sinne sind in Teilen der USA und einigen europäischen Staaten vielversprechende Schritte der Emanzipation von Menschen mit Behinderung unternommen worden.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf wurde im Rahmen eines EU-Projektes "Community Care" vor die Frage nach neuen Perspektiven der Behindertenarbeit gestellt. So entstand die Idee, zusammen mit dem Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe anlässlich des 150. Jubiläums der Stiftung diesem Thema einen Fachkongress zu widmen.

Mit dem Kongress sollten fachliche Impulse gesetzt werden – dazu waren nationale und internationale Referenten eingeladen: Ein Theologe beschrieb das Menschenbild der modernen Diakonie, ein Soziologe fragte nach den Möglichkeiten von Community Care in einer Gesellschaft der Individuen. Ein Sozialpsychologe stellte Parallelen von Sozialpsychiatrie und Community Care dar. Fachleute aus Schweden, den USA und den Niederlanden berichteten von ihren Erfahrungen. Ein aktuelles Forschungsprojekt reflektierte Wege der Unterstützung für Menschen mit Behinderung in unserem Land. Hamburgs Sozialsenatorin referierte über Visionen der Behindertenpolitik in der Hansestadt. Und Deutschlands bekanntester Vertreter der Sozialpsychiatrie beschwor das "Ende der Veranstaltung".

Neben diesen fachlichen Impulsen bot der Kongress ein Forum, in dem die 250 Kongressteilnehmer in einer Vielzahl großer und kleiner Gesprächsrunden und Workshops gemeinsame Perspektiven und Ideen zu den Themen Wohnen, Architektur, Arbeit, Lernen, Kultur und Leben im Stadtteil entwickeln konnten. Zum Schluss des Kongresses diskutierten Betroffene und Angehörige, Fachleute der Behindertenhilfe und Politiker, Vertreter von Kostenträgern und Einrichtungen über konkrete Wege zum selbstbestimmten Leben von Menschen mit Behinderung.

Für diese Dokumentation wurde bewusst die Kurzform gewählt. Die Referate sind in voller Länge hier nachzulesen.

Community Care - Erläuterungen zu einem neuen Begriff
 

Zwei Teilnehmer sitzen an einem Tisch

Community Care und Menschen mit geistiger Behinderung. Im Laufe der Vorbereitung auf diesen Kongress wurden wir immer wieder gefragt, was sich hinter dem Wort Community Care verbirgt. Eine der Antworten, die wir gaben, war eine Übertragung aus dem Englischen: "Leben in und durch das Gemeinwesen". Eine andere Antwort war: "Das zu bestimmen ist Aufgabe des Kongresses, wir wollen seine Ergebnisse nicht vorwegnehmen".

Die folgenden Thesen nehmen deshalb Erläuterungen vor, die einer ergebnisoffenen Diskussion dienen sollen.