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Auszeichnung für außergewöhnliches Engagement

Dr. Georg Poppele erhält Verfassungsportugaleser in Silber


Dr. Georg Poppele, Chefarzt des Sengelmann Instituts für Medizin und Inklusion, bedankt sich bei Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard für die Auszeichnung mit dem Verfassungsportugaleser in Silber - Fotograf: Bertram Solcher Dr. Georg Poppele, Chefarzt des Sengelmann Instituts für Medizin und Inklusion, bedankt sich bei Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard für die Auszeichnung mit dem Verfassungsportugaleser in Silber - Fotograf: Bertram Solcher

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard ehrt Mediziner anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand.

 

Der langjährige Chefarzt des Fachbereichs Innere Medizin am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf und des Sengelmann Instituts für Medizin und Inklusion, Dr. Georg Poppele, wird für sein Engagement vom Hamburger Senat mit dem Verfassungsportugaleser in Silber geehrt. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, überreichte die Auszeichnung im Rahmen der offiziellen Verabschiedung Dr. Poppeles in den Ruhestand: »Manche Menschen engagieren sich in ihrem Berufsleben in einer derart besonderen Weise, dass dies außerordentlich positive Auswirkungen auf das Wohl anderer Menschen hat. Herr Dr. Poppele ist so ein Mensch. Deshalb würdigt ihn der Senat für seine herausragenden beruflichen Verdienste.« Er habe insbesondere die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung in Hamburg entscheidend vorangebracht. Die Auszeichnung wurde erst zum dritten Mal an einen Mediziner verliehen.

 

Der Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, Ulrich Scheibel, hob den Einsatz von Dr. Poppele für Menschen hervor, die von gesellschaftlicher Ausgrenzung bedroht sind. Dazu zählen Menschen mit geistiger Behinderung, mit Demenz und Alkoholsucht. Dr. Poppele setzte sich maßgeblich dafür ein, für diese Patientengruppen neue Versorgungsangebote zu etablieren: Der Aufbau von Station DAVID und die Entwicklung zum demenzsensiblen Krankenhaus zählen ebenso dazu wie der Qualifizierte Alkoholentzug in der Inneren Medizin sowie die Eröffnung des Sengelmann Instituts für Medizin und Inklusion, eines der bundesweit ersten spezialisierten ambulanten Angebote für Menschen mit Behinderung. Ulrich Scheibel dankte Dr. Georg Poppele für diesen jahrzehntelangen Einsatz: »Sie haben das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf geprägt, mit Ihren Themen, aber auch mit ihrer Persönlichkeit!«

 

Michael Schmitz, Geschäftsführer des Ev. Krankenhauses Alsterdorf, brachte seine Zusammenarbeit mit Dr. Poppele auf den Punkt: »Der Erfolg Ihres Berufslebens ist zum einen sicherlich Ihrem medizinischen Wissen als erfahrener Arzt geschuldet. Aber ich bin davon überzeugt, dass es in erster Linie Ihre Liebe zu den Menschen ist.«

 

Prof. Dr. Fulbert Steffensky, ev.Theologe, hielt den Festvortrag und ging auf die Herausforderung ein, die eine schwere Erkrankung für den Menschen darstellt. »Der Alltag zerbricht, man ist sich selbst ausgeliefert.« Der Kranke unterliege häufig »Ganzheitszwängen«, erlebe sich selbst jedoch als schmerzlich unvollkommen. Dies sei insbesondere für Menschen schwierig, die der Welt nur im Aktionsmodus begegneten. Es komme darauf an, sich der Krankheit zu stellen, sie gleichsam zu adoptieren. »Kann es glückende Niederlagen geben?« fragte Steffensky in seinem Vortrag und gab mit einem Zitat aus Christa Wolfs Roman »Kassandra« die Antwort: »Wenn ihr aufhören könnt zu siegen, werdet ihr bestehen.« Im Anschluss feierten rund 200 Gäste und Weggefährten mit Dr. Poppele, darunter auch viele ehemalige Patientinnen und Patienten.

  

Das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf gehört zu den medizinischen Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg. Darüber hinaus erfüllt es einen besonderen Auftrag für die fachmedizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Behinderungen. Mit dem Epilepsie-Zentrum in Kooperation mit dem UKE, der Entwicklung zum Demenzsensiblen Krankenhaus und der interdisziplinären Behandlung von psychisch kranken Kindern und ihren Eltern hat es sich überregional einen Namen gemacht.

 

 

Erstellungsdatum Mittwoch, 19. September 2018
Kontaktinfos Medizinische Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Marion Förster
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