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Fachkongress »Teilhabe - geht doch!«

Inklusionsmodelle für die Zukunft und die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe


Hanne Stiefvater, Vorständin der Ev. Stiftung Alsterdorf und Dr. Stephan Peiffer, Geschäftsführer Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH, präsentierten den Umbau der Eingliederungshilfe aus ihrer Perspektive Hanne Stiefvater, Vorständin der Ev. Stiftung Alsterdorf und Dr. Stephan Peiffer, Geschäftsführer Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH, präsentierten den Umbau der Eingliederungshilfe aus ihrer Perspektive

Unter dem Motto »Teilhabe – geht doch!« diskutierten Ende Februar 2018 rund 400 Verantwortliche aus Verwaltung und sozialen Dienstleistungsunternehmen aus ganz Deutschland.

 

Inhaltlich ging es darum, wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt am täglichen Leben teilhaben können. Auf dem Kongress wurden unter anderem Quartiers- und Beteiligungsprojekte sowie das bundesweit beachtete Hamburger Trägerbudget vorgestellt. Veranstalter des Kongresses waren vier Hamburger Anbieter der Eingliederungshilfe: die BHH Sozialkontor gGmbH, die Evangelische Stiftung Alsterdorf, die f & w fördern und wohnen AöR und Leben mit Behinderung Hamburg gGmbH - unterstützt von der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI).

 

Mehr Teilhabe durch Trägerbudget

Im Mittelpunkt des Fachkongresses stand die Vereinbarung zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Sie beinhaltet das bundesweit beachtete Hamburger Trägerbudget und zielt darauf, Angebote für Menschen mit Behinderung passgenauer, flexibler und wirksamer im Sinne inklusiver, sozialräumlicher Lösungen zu gestalten – und die betreffenden Personen hieran zu beteiligen.

 

Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration: »Die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe erfordert von allen Beteiligten Innovationsbereitschaft und ein hohes Maß an Vertrauen zueinander. Damit dieser Prozess gelingen kann, haben wir an Lösungen gearbeitet, bei denen die Menschen im Mittelpunkt eines Netzwerkes von Angeboten in ihrem Umfeld stehen. Wir verstehen uns dabei als Partner, die diesen Prozess gemeinschaftlich voranbringen. Miteinander statt übereinander reden und gemeinsam handeln – das ist unsere Devise. Ich hoffe, dass der Kongress in diesem Sinn wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit geben kann.«

 

Den Alltag selbst gestalten

In zehn Foren wurden im Rahmen des Kongresses Inklusionsmodelle für die Zukunft präsentiert und diskutiert: Wie kann die Wohnungswirtschaft mit künftigen Nutzern inklusive Wohnkonzepte entwickeln? Wie können Menschen mit Handicap sich persönlich weiterbilden, sinnvolle Beschäftigung und gute Arbeitsplätze finden? Wie können »Quartierlotsen« Menschen mit Assistenzbedarf an ihrem Wohnort darin begleiten, ihren Alltag nach eigenen Vorstellungen zu gestalten? Und was bedeuten Partizipation und Selbstbestimmung der Nutzerinnen für die Organisation und Finanzierung von Dienstleistungen und Dienstleistern?

 

Im Anschluss an den Kongress hatten die Tagungsteilnehmer Gelegenheit, vorbildliche Hamburger Inklusionsprojekte in Harburg, Groß Borstel und Altona-Altstadt zu besuchen, darunter Hausgemeinschaften, Arbeitsangebote, Nachbarschaftstreffpunkte und Initiativen der Quartiersentwicklung.

 

»Ein Geheimnis ist es nicht: Der Umbau der Eingliederungshilfe aus der Perspektive zweier Sozialunternehmen« - den Vortrag von Hanne Stiefvater und Dr. Stephan Peiffer hier herunterladen.

Erstellungsdatum Donnerstag, 8. März 2018
Kontaktinfos Evangelische Stiftung Alsterdorf
Öffentlichkeitsarbeit
Hans Georg Krings
Telefon: 0 40.50 77 34 83
E-Mail: h.krings@alsterdorf.de