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Inklusive Wahlveranstaltung

Was können Politiker für Menschen mit Behinderungen im Bundestag tun?


Mehr als 100 Gäste waren bei der Wahlveranstaltung dabei Mehr als 100 Gäste waren bei der Wahlveranstaltung dabei

Anlässlich der Bundestagswahl 2017 lud die Evangelische Stiftung Alsterdorf Parteien zum Thema ein: Was können Politiker für Menschen mit Behinderungen im Bundestag tun.

 

Am 22. August um 16:30 Uhr ging es los. Hanne Stiefvater vom Vorstand der Stiftung begrüßte in der Kulturküche am Alsterdorfer Markt die rund einhundert Gäste sowie den Moderator Burkhard Plemper und die Politikerinnen und Politiker. Gekommen waren Dr. Matthias Bartke von der SPD, Anja Hajduk von Bündnis 90/ Die Grünen, Zaklin Nastic von der Linken, Dr. Christoph Ploß von der CDU und Dr. Wieland Schinnenburg von der FDP. Die Beiträge wurden in Gebärdensprache übersetzt und von Schriftdolmetschern verschriftlicht. Außerdem stand eine induktive Höranlage zur Verfügung.

 

Zwei Stunden wurden zu den Themenfeldern Einkommen, Arbeit und Lernen, Barrierefreiheit, Wohnen und Wahlrecht Fragen an die Politiker gestellt und lebhaft diskutiert.

 

Beim Thema Einkommen forderte die SPD, dass Menschen mit Behinderungen möglichst in den normalen Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Auch die Grünen forderten eine größere Öffnung des ersten Arbeitsmarktes für diese Bevölkerungsgruppe. Außerdem sollte mehr dazu verdient werden dürfen als bisher. Die Linke forderte für Werkstattgehälter den gesetzlichen Mindestlohn. Die CDU sprach sich dafür aus möglichst viele Menschen mit Handicap in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Die FDP möchte Eigeninitiative belohnen und das persönliche Budget erhöhen.

 

Lebenslanges Lernen hielten alle Parteien für wichtig. Auch betonten die Parteien, dass das Rückkehrrecht vom ersten Arbeitsmarkt in die Werkstätten sinnvoll sei.

 

Beim Thema Wohnen wurde über nicht genug bezahlbaren Wohnraum in Hamburg diskutiert. Die Linke bemängelte, dass es schwer sei, eine barrierefreie Wohnung zu finden. Außerdem werde der soziale Wohnungsbau vernachlässigt. Auch die anderen Parteien forderten, dass der soziale Wohnungsbau gefördert werden müsse. Dr. Matthias Bartke stellte das Q8-Projekt Altona Mitte als Beispiel für einen inklusiven Stadtteil vor.

 

Alle Parteien waren sich einig, dass noch viel mehr für Barrierefreiheit getan werden müsste. Aus dem Publikum wurde angemerkt dass Barrierefreiheit häufig nicht Barrierefreiheit für Blinde und Gehörlosen beinhalte. Auch die Leichte Sprache werde häufig nicht umgesetzt.

 

Gegen Ende der Veranstaltung wurde noch kurz über das Wahlrecht diskutiert, dass laut den Parteien für alle Menschen gewährleistet werden soll.

Erstellungsdatum Mittwoch, 23. August 2017
Kontaktinfos Evangelische Stiftung Alsterdorf
Hans Georg Krings
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0 40.50 77 34 83
E-Mail: h.krings@alsterdorf.de
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