zur Übersicht

Lebensqualität älterer Menschen steigt durch „Lotsenmodell“

Modellprojekt QplusAlter zieht positive Bilanz


Sozialsenatorin Dr. Dr. Melanie Leonhard (Mitte) neben Vorständin Hanne Stiefvater und Vorstand Ulrich Scheibel auf dem Symposium Sozialsenatorin Dr. Dr. Melanie Leonhard (Mitte) neben Vorständin Hanne Stiefvater und Vorstand Ulrich Scheibel auf dem Symposium

Am 28. Oktober 2021 eröffnete Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard das Fach-Symposium des Modellprojektes QplusAlter. Über 100 Teilnehmende diskutierten die wegweisenden Ergebnisse des Projektes in der Begleitung älterer Menschen und ihrer Angehörigen durch so genannte Lots*innen.

 

Ausgehend vom Willen  und den Interessen der älteren Menschen entwickelt QplusAlter gemeinsam mit den älteren Menschen und pflegenden Angehörigen passgenaue Lösungen, die auf Kooperation und einem kreativen Zusammenfügen unterschiedlicher Ressourcen setzen. Von Mai 2019 bis heute haben sich 500 ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf an die Lotsinnen gewandt, bis Juni 2022 haben sie 106 Menschen begleitet, ein individuelles und passgenaues Unterstützungssetting zu entwickeln.

 

Prof. Dr. Wolfgang Hinte, Universität Duisburg-Essen, stellte fest: „QplusAlter zeigt, dass Menschen von einer sozialraumorientierten Begleitung profitieren. Wenn der Wille des Menschen Ausgangspunkt ist, entstehen nachhaltige Unterstützungsarrangements.“

 

Auch Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard lobte den Ansatz: „Zur Entwicklung vielfältiger und für Menschen jeden Alters attraktiver Quartiere in unserer Stadt gehört es, Zugangsbarrieren ins Hilfesystem zu überwinden. Hier kommen die Lotsinnen und Lotsen von QplusAlter ins Spiel: Sie verhelfen Menschen mit Unterstützungsbedarf zu mehr Selbstbestimmung und entlasten pflegende Angehörige. Daher befürworten und unterstützen wir als Sozialbehörde diese vielversprechende Initiative der Evangelischen Stiftung Alsterdorf.“

 

Die wissenschaftliche Evaluation der Universität Duisburg-Essen zeigt besonders drei positive Effekte: die älteren Menschen haben mehr Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe, die vorhandenen Ressourcen der Menschen selbst, aus dem privaten Umfeld, aus dem Quartier und von Profis können passgenauer - auch jenseits leistungsrechtlicher Maßnahmen - genutzt werden. Außerdem entfalten auch die sozialstaatlichen Leistungen eine höhere Wirkung, aufgrund der passgenau gemeinsam mit den Menschen entwickelten Settings.

 

Modellhaft ist die Finanzierung von QplusAlter: In der ersten Förderphase wurde es von der SKala-Initiative in Kooperation mit der NORDMETALL-Stiftung, der Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung und der HOMANN-Stiftung gefördert. „Gemeinsam erreichen wir mehr. Das gilt für unsere Stiftungen genauso wie für die älteren Menschen, die sich mit QplusAlter ein gutes und selbstbestimmtes Leben im Quartier organisieren können.“ so Kirsten Wagner, Geschäftsführung der NORDMETALL-Stiftung, Magdalena Blüchert, Vorständin der Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung und Mechthild Kränzlin, Geschäftsführung der HOMANN-Stiftung.

 

Ulrich Scheibel und Hanne Stiefvater, Vorstände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf: „Wir wollen mit QplusAlter dazu beitragen, menschliche und bezahlbare Antworten auf die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft zu entwickeln. Mit QplusAlter kommen wir unserem Ziel, Hilfs- und Versorgungsstrukturen für eine inklusive Gesellschaft zu verbessern, ein Stück näher.“

 

Die Stiftungen fördern auch die zweite Projektphase von 2022-2024. Neu dazu kommt das Deutsche Hilfswerk. Ziel der zweiten Projektphase ist es, die Arbeitsweise in regelhaften Strukturen zu verankern.

 

Mehr über QplusAlter: www.q-acht.net/qplus/qplusalter/index.php

Erstellungsdatum 19.11.2021
Kontaktinfos Evangelische Stiftung Alsterdorf
Öffentlichkeitsarbeit
Hans Georg Krings
Telefon: 040 5077 3483
E-Mail: h.krings@alsterdorf.de