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»Straße der Inklusion«

Sanierung der Kulturküche rückt näher


V.l.n.r.: Regina Jäck (SPD), Mareike Engels (GRÜNE), Hans-Stephan Haas und Hanne Stiefvater - Foto: Boris Rostami-Rabet V.l.n.r.: Regina Jäck (SPD), Mareike Engels (GRÜNE), Hans-Stephan Haas und Hanne Stiefvater - Foto: Boris Rostami-Rabet

Im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs erklärten heute Vertreter der Hamburger Regierungsfraktionen SPD und GRÜNE ihre Unterstützung für die notwendige Sanierung der Kulturküche auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (ESA). Aus dem »Sanierungsfonds 2020« sollen knapp eine Million Euro für dieses Vorhaben bereitgestellt werden. An der Veranstaltung in der Kulturküche nahmen neben Mareike Engels, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion, und Regina Jäck, Fachsprecherin für Menschen mit Behinderung der SPD-Bürgerschaftsfraktion auch Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas, Vorstandsvorsitzender der ESA, und Hanne Stiefvater, Vorständin der ESA, teil.

 

»Wie kaum ein anderes Gebäudeensemble repräsentieren die denkmalgeschützten Häuser der Stiftung Alsterdorf die Geschichte des Umgangs mit Menschen mit Behinderungen von 1863 bis heute. Der lange Weg von Exklusion zu Inklusion wird hier sichtbar. Die jeweiligen Nutzungskonzepte – die ein Spiegelbild des Umgangs mit Menschen mit Behinderungen jener Zeit sind – machen Geschichte erfahrbar«, sagte Mareike Engels (GRÜNE).

 

Regina Jäck (SPD) hob die Bedeutung des historischen Gebäudes für das gesamte Quartier Alsterdorf hervor: »Die Kulturküche ist für Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil ein wichtiger Treffpunkt und Veranstaltungsort, der nach den notwendigen Umbaumaßnahmen und Sanierungen zum Mittelpunkt der geplanten ›Straße der Inklusion‹ wird. Rund um die Stiftungskirche St. Nicolaus entsteht so ein beeindruckendes Quartier, das den Wandel im Umgang mit Menschen mit Behinderung in den letzten 157 Jahren darstellt und zu unserem heutigen Verständnis von einer inklusiven Gesellschaft überleitet. Damit werden die Akzeptanz und das Bewusstsein für Inklusion an diesem besonderen Ort nachhaltig gestärkt.«

 

»Die Kulturküche ist historisch eines der bedeutendsten Gebäude für die Stiftung. Hier lässt sich der Weg von der Anstalt hin zur Öffnung des Geländes in die Stadt hinein deutlich nachvollziehen«, so Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas. »Dort, wo früher in einer funktionalen, zentralen Küche Menschen versorgt wurden, befindet sich heute ein lebendiger Ort für Kultur und Begegnungen. Wir freuen uns sehr, dass durch die Unterstützung der Stadt Hamburg nun eine Sanierung für mehr Inklusion und Barrierefreiheit ermöglicht werden soll, die die Möglichkeiten der Teilhabe aller Menschen noch einmal wesentlich voranbringen.«

 

Hanne Stiefvater wies in diesem Kontext auf die Sichtbarkeit des Sanierungsprojektes über die Grenzen Alsterdorfs hinaus hin: »Mit der Sanierung und dem Umbau der Gebäude der ›Straße der Inklusion‹ entsteht ein weiteres Angebot für alle Hamburger, sich über barrierefreies Miteinander zu informieren.«

 

Zur »Straße der Inklusion« gehören neben der Kulturküche auch das Haus Schönbrunn, die Stiftungskirche St. Nicolaus, das Michelfelder Haus, die Alte Verwaltung, das Volkmar-Herntrich-Haus, das Oberstufenhaus (»Simon-Schöffel-Haus«).

Erstellungsdatum 07.02.2020
Kontaktinfos Evangelische Stiftung Alsterdorf
Öffentlichkeitsarbeit
Hans Georg Krings
Telefon. 040 50773483
E-Mail: h.krings@alsterdorf.de