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Zum Beispiel - Veronika Bischoff

Gesundheits- und Krankenpflegerin im Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf

 

Alsterdorf Warum arbeiten Sie hier?

 

Veronika Bischoff Ich habe vor sehr langer Zeit hier angefangen, zunächst als ungelernte Kraft in der damaligen Behindertenhilfe in einer Wohngruppe. Dann habe ich acht Jahre Kinderpause gemacht, mich wieder neu beworben und die Ausbildung hier in Alsterdorf zur Krankenschwester gemacht.

Danach habe ich auf der inneren Station begonnen. Von Beginn an fand ich, dass die Atmosphäre eine andere ist, viel persönlicher, viel mehr dem Menschen zugewandt. Es sind Menschen, die hier arbeiten und gesehen werden und nicht eine anonyme Masse.

Das hat mir gefallen, wie die Patienten behandelt wurden und werden, wie der Umgang hier im Haus allgemein miteinander ist.

 

Alsterdorf Warum haben sie sich diese Ausbildung ausgesucht?

 

Veronika Bischoff Ich hatte Interesse an medizinischen Zusammenhängen und profitierte hier auch von meinen Erfahrungen im pädagogischen Arbeitsfeld. Ich finde, dass wir in der Stiftung von den Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen, die einen Hilfebedarf haben, geprägt werden. Gerade auch hier in meinem jetzigen Arbeitsfeld, der Geriatrie ist es wichtig, den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit zu sehen Dazu kommt ein intensiver Austausch mit den einzelnen Berufsgruppen Angehörige sind wichtige Partner dieses Austausches. Ein Aspekt, der mir Spaß macht.

 

Alsterdorf Was sehen Sie als Herausforderung an?

 

Veronika Bischoff Es ist vieles dazugekommen, vieles hat sich verändert: Die Patienten sind sehr aufgeklärt, sie haben heute viele Erwartungen an ein Krankenhaus, an das, was sie bekommen. Und dann alles unter einen Hut zu bekommen, das ist schon eine Herausforderung. Da ist der Konkurrenzdruck groß.

Die Anforderungen an das Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpflegerin sind gestiegen, weil Pflege nicht nur die Patienten waschen etc. ist. Der Pflegeberuf ist sehr vielseitig, das macht ihn auch attraktiv.

 

Alsterdorf Wissen Sie noch, wie Sie zur Stiftung Alsterdorf gekommen sind?

 

Veronika Bischoff Meine Tante hat in der Stiftung gearbeitet und mich angeworben. Sie hat so begeistert von Ihrer Arbeit erzählt und berichtet, dass Menschen gesucht werden. Und ich dachte, ich probiere es mal und habe mich beworben. Es hat geklappt.

Ich habe hier in der Stiftung immer Möglichkeiten gehabt, mich weiter zu qualifizieren, mich persönlich weiterzuentwickeln. Ja für mich ist das eine sehr schöne Aufgabe, die auch motiviert, weil sie mir Perspektiven geboten hat.

 

Alsterdorf Würden Sie diese Entscheidung nochmal treffen?

 

Veronika Bischoff Ich würde wahrscheinlich diese Entscheidung nochmal treffen und diesen Weg gehen. Ich persönlich finde, dass ich hier in der ESA eine tolle Chance bekommen habe, dass ich diese Station von Beginn an gestalten konnte.

Natürlich gibt es auch Konflikte, manchmal müssen unangenehme Entscheidungen getroffen werden, aber auch diese Aufgaben erlebe ich eher als bereichernd. Ich sehe das als Chance, mich auch persönlich weiterzuentwickeln.