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Von der Sonderwelt zur Teilhabe

Straße der Inklusion bildet die Geschichte der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ab


V.l.n.r. Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Prof. Hanns-Stephan Haas und Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz bei dem gemeinsamen Vorort-Termin V.l.n.r. Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Prof. Hanns-Stephan Haas und Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz bei dem gemeinsamen Vorort-Termin

Mittel aus Wirtschafts- und Stabilisierungsprogramm sollen Sanierung von historischen Gebäuden ermöglichen.

 

Hamburg, 23. November 2020 – Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz haben bei einem Vorort-Termin gemeinsam mit Prof. Hanns-Stephan Haas, dem Vorstandsvorsitzenden der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, die Pläne zur Sanierung der historischen Gebäude im Zuge der geplanten Straße der Inklusion vorgestellt. Die Stadt Hamburg hat im Rahmen des angesichts der Corona-Krise entwickelten Wirtschafts- und Stabilisierungsprogramms für den nächsten Doppelhaushalt 2021/2022 insgesamt 4 Millionen Euro reserviert für die baulichen Maßnahmen zur Straße der Inklusion auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Mit diesen Geldern könnten in den kommenden Jahren sechs Gebäude rund um die Stiftungskirche St. Nicolaus denkmalgerecht saniert werden. Die Gebäude bilden gemeinsam die über 150-jährige Geschichte der Alsterdorfer Anstalten und heutigen Evangelischen Stiftung Alsterdorf ab. Als Straße der Inklusion zeigen sie exemplarisch, wie sich das Verständnis und der Umgang mit Menschen mit Behinderung in der jeweiligen Zeit darstellten und veränderten.

 

„Ein wichtiger Teil unseres Grundverständnisses beruht auf der Erinnerung an unsere Geschichte und Vergangenheit. Darauf aufbauend gestalten wir Konzepte der Inklusion für die Zukunft“, so Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. „Durch die Unterstützung der Stadt Hamburg können wir beides miteinander verbinden und damit Wege gehen, die wir aus eigener Kraft nicht umsetzen könnten.“

 

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Mit unserem Wirtschafts- und Stabilisierungsprogramm helfen wir dabei mit, dass Hamburg gut durch die Corona-Krise kommt. Wir unterstützen gesamtstädtisch relevante Maßnahmen ebenso wie auch Projekte in den Bezirken und Stadtteilen. Die Straße der Inklusion ist eingebettet in die Planung des gesamten Stiftungsgeländes als barrierefreies Quartier und wir freuen uns, damit zu der Entwicklung von umfassenden sozialräumlichen und inklusiven Strukturen beizutragen.“

 

Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz: „Die Straße der Inklusion ist ein vorbildliches Projekt, das Geschichte erfahrbar macht und auch ein wichtiges Stück Erinnerungskultur bietet. Die Evangelische Stiftung Alsterdorf leistet hier eine tolle und wichtige Arbeit für eine inklusive Gesellschaft weit über unsere Bezirksgrenzen hinaus. Ich freue mich sehr, dass es uns gemeinsam gelungen ist, die Finanzierung für dieses Vorhaben zu sichern. Mein Dank gebührt insbesondere Finanzsenator Dressel für sein Engagement.“

 

Straße der Inklusion bietet bautypologische Zeitzeugnisse Anders als andere große ehemalige Anstaltsgelände, die einheitlich gestaltet wurden, haben sich auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf mehrere unterschiedliche Baustile erhalten. Vom Fachwerkhaus, dem ersten Gebäude der Stiftung von 1863, bis zur alten Großküche von 1912 bilden die Gebäude der Straße der Inklusion daher einen Bestand mit überregionaler Bedeutung. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden in Hamburg sollen diese in den nächsten Jahren saniert werden für eine barrierefreie und inklusive Nutzung.

 

Das Hamburger Wirtschafts- und Stabilisierungsprogramm (HWSP)

Mit dem HWSP sollen in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt rund 900 Mio. Euro in diverse kurzfristig wirksame bzw. vorgezogene städtische Maßnahmen gelenkt werden, um einen Beitrag dazu leisten, dass insbesondere die Hamburger Wirtschaft durch verlässliche und verstärkte staatliche Investitionstätigkeit aus der Corona-Krise kommt. Im Mittelpunkt des Programms stehen insbesondere die wichtigen Zukunftsthemen Klimaschutz, Mobilitätswende, Digitalisierung, Forschung, Bildung und Innovation. Die Mittel sollen dabei insbesondere für konjunkturell wirksame Maßnahmen der Sanierung und des Ausbaus der städtischen Infrastruktur (z. B. in Schulen, Hochschulen, im Sport oder den Bezirken), für IT- und Digitalisierungsprojekte, für Klimaschutzmaßnahmen sowie für Förderungen in den Bereichen Gesundheit und Arbeitsmarkt, aber auch Kultur und Tourismus eingesetzt werden. Dabei stehen sowohl gesamtstädtisch relevante Maßnahmen als auch Projekte in den Bezirken und Stadtteilen im Fokus, da gezielte Konjunkturimpulse auch vor Ort in den Stadtteilen wirksam werden sollen. Insbesondere die Ko-Finanzierung von aktuellen, ebenfalls der Krisenbewältigung dienenden Bundesprogrammen soll durch das Wirtschaftsstabilisierungsprogramm sichergestellt werden.

 

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist ein modernes und vielseitiges, diakonisches Dienstleistungsunternehmen. Im Mittelpunkt der Arbeit der mehr als 6.500 Mitarbeitenden steht der Mensch mit seinen unterschiedlichen Bedürfnissen. Die Aufgabenfelder sind vielseitig. Es gibt Assistenz-, Wohn- und Bildungsangebote für Menschen mit Behinderung sowie Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe. Medizinische und therapeutische Behandlungen in den Krankenhäusern der Stiftung gehören ebenso zum Schwerpunkt der Arbeit wie Bildungsangebote in Kindertagesstätten und Schulen sowie Seniorenhilfe und Pflege.

Erstellungsdatum 23.11.2020
Kontaktinfos Evangelische Stiftung Alsterdorf Öffentlichkeitsarbeit
Katja Tobias
Telefon 040 5077 3522
Fax 040 5077 3578
Katja.Tobias@alsterdorf.de
www.alsterdorf.de