zur Übersicht

Arbeit ich komme!

   

Die deutsche Wirtschaft brummt. Die Arbeitslosenzahlen sind niedrig. Doch nicht alle haben etwas davon. Für Menschen mit Behinderung ist es trotz der guten Konjunktur sehr schwer, eine Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. Sie möchten aber nicht außen vor bleiben und nur zuschauen. Sie möchten zeigen, was sie können – so auch der 16-jährige Utku.

 

Wer in Deutschland einen anerkannten Schulabschluss machen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die sind aber nicht an den Fähigkeiten von Schülern mit Behinderung wie Utku ausgerichtet. Daher verlassen sie meist ohne einen Abschluss die Schule. 

 

Normalerweise hätte Utkus weitere berufliche Zukunft in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung geführt. Für viele eine gute Möglichkeit – doch Utku war unterfordert. Er wollte dort arbeiten, wo es auch alle anderen tun.

 

Theorie und Praxis

Um Jugendlichen wie Utku zu helfen, haben wir an unserer staatlich anerkannten Stadtteilschule „Bugenhagenschule Blankenese“ ein zweigleisiges Programm gestartet – den „Campus-Blankenese“. Nachdem die Jugendlichen mit Behinderung die 10. Klasse beendet haben, werden sie hier drei Jahre lang an ein bis drei Tagen in der Woche unterrichtet. Sie lernen an ihre Bedürfnisse angepasst beispielsweise Mathe, Bewerbungen zu schreiben oder wie sie mit Kunden umgehen. Die restlichen Tage arbeiten sie in Betrieben aus der Region. So können junge Menschen wie Utku zeigen, was sie leisten können und die Unternehmen von ihren Fähigkeiten überzeugen – auch ohne Abschluss.

 

Hilfe beim Start ins Berufsleben

In einem Drogeriemarkt in Blankenese räumt der junge Mann Waren ein, zeichnet sie aus und hilft ratlosen Kunden weiter. Utku hat durch den Campus die Chance auf eine berufliche Zukunft mitten unter uns. Seine Chefin, die Kollegen und die Kunden schätzen seine Gewissenhaftigkeit und Freundlichkeit. Wenn Utku morgens sein Namensschild ansteckt, dann sieht man den Stolz in seinen Augen. 

 

Noch besteht der Campus nur aus einem Klassenzimmer, das provisorisch eingerichtet ist. Doch das wollen wir jetzt ändern – mit Ihrer Hilfe. Wir benötigen Arbeitsmaterialien und müssen dringend Kellerräume umbauen, damit die Schüler sie nutzen können. Dafür gibt es aber keine ausreichenden öffentlichen Gelder. 

 

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende und helfen Sie so Jugendlichen mit Behinderung beim Einstieg in die Arbeitswelt.

 

Dieses Projekt ist ein Spendenprojekt.