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Julius entdeckt die Welt

Kindertagesstätte am Werner Otto Institut

 

48 kleine Paar Schuhe, Jacken, Pullover, Mützen und Schals säumen die langgezogene Garderobe der Kindertagesstätte am Werner-Otto-Institut. Aus den Gruppenräumen dringen Kinderstimmen – laut und fröhlich. In einem Raum erklingt ein Weihnachtslied. Alles ist so, wie wir es von einer Kita erwarten. Und doch ist vieles anders. Denn hier spielen und lernen Mädchen und Jungen mit und ohne Behinderungen gemeinsam.

 

Lebendig und neugierig

Eines dieser Kita-Kinder ist der vierjährige Julius. Heute ist er ein quirliger Junge, der gern mitten im Geschehen ist. Doch das war nicht immer so. Noch vor kurzem zog sich der Junge mit körperlichen und geistigen Behinderungen lieber in seine eigene Welt zurück, wenn die anderen Kinder miteinander spielten. Mithilfe der Kita-Pädagogen und Therapeuten, die sich liebevoll um den Jungen kümmern, ist Julius nun ein lebendiges, fröhliches und neugieriges Kind geworden. 

 

Wo Vielfalt normal ist

In unserer Kita am Werner-Otto-Institut lernen  die Kinder mit- sowie voneinander und gehen ganz selbstverständlich miteinander um. Der eine achtet auf den anderen. Auch als Julius sich noch lieber zurückzog, war er dennoch immer Teil der Gruppe. Die anderen haben ihn einfach genommen, wie er ist. 

 

Ein Raum zum Starkwerden und Ruhigsein

Bislang mussten die Kleinen jedoch für jede Therapiestunde die vertraute Umgebung der Kita verlassen – was einige verunsichert oder gar ängstigt. Um ihnen das zu ersparen und die Therapien besser in ihren Alltag einzubinden, soll die Kindertagesstätte einen eigenen Therapieraum bekommen. Doch der muss erst noch geschaffen und eingerichtet werden: mit Ruhekissen, mit speziellen Geräten und Lernspielzeug. Außerhalb der Therapiestunden steht der schöne Raum allen Kindern offen – zum Spielen, zum Ausruhen, zum Kreativsein. Doch leider wird nicht alles was hilft, auch durch öffentliche Mittel finanziert.

 

Dieses Projekt ist ein Spendenprojekt.