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Die Coronapandemie trifft Menschen mit Behinderung besonders schwer

 

Nachdem das letzte Jahr für die 26-jährige Joana Orth sehr schwierig war und in einem längeren Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik gipfelte, sollte 2020 besser werden! Mit neuer Kraft und der Unterstützung ihrer Mutter wollte die junge Frau mit Trisomie 21, auch Down-Syndrom genannt, eine Wohngruppe und eine Arbeitsstelle in einer Werkstatt finden. 

 

Doch dann kam alles anders. Durch das Coronavirus durften die Wohneinrichtungen keine neuen Bewohnerinnen aufnehmen und die Werkstätten wurden geschlossen. Hinzu kam, dass Joana Orth an einer Verengung der Atemwege leidet und damit zur Risikogruppe gehört. Für die junge Frau bedeutete das, dass sie bei ihrer Mutter zu Hause bleiben musste. Tagein, tagaus! 

 

Wenn Orientierung und Vernunft verloren gehen

Mit dieser Situation kam Joana nicht zurecht. Es ging ihr immer schlechter. Sie zog sich zurück, war voller Angst – konnte dann aber auch sehr aufbrausen. Ihrer Mutter fiel es immer schwerer, sie zu Alltäglichem wie Aufstehen zu bewegen. 

 

In ihrer Not packte Joana eines Nachts sogar ihre Sachen und schlich sich aus der Wohnung in Eimsbüttel. Es regnete in Strömen und weil sie nicht wusste, wohin, suchte sie Schutz in der kleinen Hütte auf dem nahgelegenen Spielplatz. Dort verbrachte sie die Nacht.  Wenn sie beschreibt, wie sie sich in solchen Momenten fühlt, dann sagt sie leise „Kompass kaputt“. Denn sie weiß dann nicht mehr, wohin mit sich und jede Orientierung und Vernunft gehen verloren. 

 

Die Einzelförderung hilft Krisen zu überwinden

Joana braucht dringend Hilfe. Wir möchten ihr daher jemanden an die Seite stellen, der sich einige Stunden in der Woche ausschließlich um sie kümmert. Der für sie da ist, ihr zuhört und sie gezielt und intensiv pädagogisch unterstützt, bis es ihr wieder besser geht. Auch Frau Orth ist sich sicher: „Ich liebe meine Tochter über alles, aber Joana braucht jetzt jemanden anderen als mich.“ 

 

Doch dafür gibt es keine öffentlichen Gelder. Aus Erfahrung wissen wir aber, wie wirkungsvoll diese Form der Einzelfallhilfe sie ist. Oftmals ist sie das einzige, was hilft. 

 

Durch die Pandemie ist der Bedarf an Einzelbegleitungen erheblich gestiegen. Helfen Sie daher mit ihrer Spende Menschen mit Behinderung, die traumatischen Erfahrungen der letzten Monate besser zu bewältigen und so einen Weg aus der Isolation zurück ins Leben zu finden. Spenden Sie jetzt!

 

 

Dieses Projekt ist ein Spendenprojekt.