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Neubau Epilepsiezentrum

 

 

Für die meisten Menschen ist die Diagnose „Epilepsie“ zunächst ein Schock. Die Krankheit bedeutet für die Patienten einen tiefen Einschnitt ins Leben. Von einem Moment auf den anderen dürfen sie nicht mehr Auto fahren, können häufig ihren Beruf nicht mehr ausüben. Nicht nur die Krankheit selbst belastet die Menschen, sondern auch deren Folgen bis hin zu Existenzängsten.

 

Dabei kann den meisten Erkrankten inzwischen geholfen werden. Wichtig sind eine präzise Diagnose und individuell abgestimmte Behandlung. Was viele nicht wissen: Bei jedem dritten Patienten liefern Video- und Hirnstromaufnahmen, das sogenannte Monitoring, die Erkenntnis, dass es sich bei ihnen gar nicht um Epilepsie handelt. Bei zwei von drei Erkrankten führt die richtige Medikation zu einer starken Reduzierung von Anfällen, viele von ihnen bleiben dauerhaft anfallsfrei. Schlagen die Medikamente nicht an, kann eine Operation sinnvoll sein.

 

Im Epilepsiezentrum am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf behandeln wir derzeit 3.000 Patienten jährlich. Nach dem Umbau wird es das größte und modernste seiner Art in Deutschland sein. Den Menschen, denen wir dort dank fortschrittlicher Medizin helfen können, wird oft ein neues Leben ermöglicht. Der Wunsch nach Kindern, nach der Möglichkeit des Autofahrens und der Ausübung ihres Berufes bescheren den Patienten ein neues Selbstbewusstsein und mehr Lebensqualität.