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Förderung auf Distanz - ein schwieriger Spagat

Der 11-jährige Julius ist ein aufgeweckter und wissbegieriger Junge. Rechnen mag er am liebsten. Wenn er über Zahlen spricht, ist er kaum zu bremsen. 

  

So sehr Julius Zahlen liebt – mit neuen Situationen kommt der Junge mit Autismus nur schlecht zurecht. Die coronabedingten Schulschließungen verunsichern ihn daher besonders. Von heute auf morgen konnte der lernbegeisterte Schüler den Unterricht nicht mehr besuchen. Doch gerade der Kontakt zu Mitschülern ist für Kinder mit Autismus wichtig, denn sie leben häufig in ihrer eigenen Welt und ziehen sich dorthin zurück. „Jetzt im Lockdown, wo er seine Schulkameraden gar nicht mehr trifft, igelt er sich zu Hause immer mehr ein“, erzählt seine Mutter besorgt.

 

Kinder und Jugendliche wie Julius, die wir hier bei uns an der Bugenhagenschule in Alsterdorf betreuen, müssen besonders gefördert werden. Doch seit der Coronapandemie ist an einen geregelten Schulalltag nicht mehr zu denken.

 

Kinder mit Behinderung oder aus sozial schwachen Familien dürfen nicht vergessen werden!

Auch viele Therapieangebote mussten wir leider erst einmal einstellen. Derzeit halten wir den Unterricht per Video ab. Kinder wie Julius kommen damit nicht klar. Viel zu viele Reize, Bilder und Stimmen prasseln über den kleinen Computerbildschirm auf ihn ein. „Ich konnte Julius nach einer digitalen Unterrichtsstunde kaum beruhigen“, schildert mir seine Mutter.

 

Auch in anderen Bereichen der Stiftung leiden die Kinder unter den notwendigen Einschränkungen. Um mit den Mädchen und Jungen weiter in Kontakt zu bleiben und ihnen beim Lernen zu helfen, gehen beispielsweise in Lurup die engagierten Mitarbeitenden des Bildungshauses mit einem Bollerwagen von Tür zu Tür. Sie verteilen an sozial benachteiligte Familien bunte Lern- und Bastelpakete.

 

Gemeinsam sind wir stark

Keiner kann sagen, wie lange die Corona-Pandemie noch dauert. Sicher ist: Die Rückkehr zu einem normalen Schulalltag ist noch lange nicht in Sicht. Doch gemeinsam mit Ihrer Hilfe können wir die Eltern durch bessere Lernangebote entlasten und ihre Kinder weiterhin fördern. Trotz der starken Einschränkungen. Wir wollen beispielsweise besondere digitale Lernprogramme anschaffen, die den Fernunterricht für Kinder mit Behinderungen erleichtern.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

 

Dieses Projekt ist ein Spendenprojekt.