Demokratie braucht Inklusion

Zwei Männer sitzen an einem Tisch und unterhalten sich.

Die Amtszeit von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, steht unter dem Motto „Demokratie braucht Inklusion“. Beim Besuch der Evangelischen Stiftung Alsterdorf tauschte er sich mit dem ESA-Vorstandsvorsitzenden Uwe Mletzko und Mitarbeiter*innen zu den Themen Gesundheit und Demokratie aus und zeigte sich begeistert von der Kampagne „In der besten Gesellschaft“ und dem Motiv „Einigkeit und Recht und Barrierefreiheit“: „In der besten Gesellschaft – das heißt für mich eine bunte und eine freie Gesellschaft, in der jede*r beteiligt ist und teilhaben kann“.

Medizinische Versorgung muss für alle zugänglich sein

Da Jürgen Dusel besonders an Angeboten für die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen interessiert ist, nutzte er seinen Besuch in Alsterdorf für einen Austausch mit Birgit Pohler, Leiterin der Initiative GESUNDHEIT FÜR ALLE – JETZT!.

Unter dem Schirm der Initiative hat die Evangelische Stiftung Alsterdorf innovative Projekte ins Leben gerufen, um Menschen mit Behinderung in ihrer Gesundheit zu fördern. Beispielsweise durch die Pionierarbeit des Sengelmann Instituts für Medizin und Inklusion (SIMI). Dort werden Menschen mit komplexen Behinderungen medizinisch versorgt und behandelt. Denn zu oft werden Erkrankungen bei Menschen mit Behinderungen nicht erkannt, weil die Standard-Untersuchung ohne spezielles Gerät nicht durchführbar ist.

Aber auch die wohnortnahe Versorgung bei den niedergelassenen Ärzt*innen sowie Prävention sind Kernthemen von GESUNDHEIT FÜR ALLE – JETZT!. Schließlich bedeutet behindert sein nicht krank sein und alle haben ein Recht auf Vorsorge.

In der besten Gesellschaft lebt man inklusiv

Zweites Thema des Besuchs war die ESA-Kampagne „In der besten Gesellschaft“. „Mit der Kampagne wollen wir nicht nur für Inklusion werben, sondern Haltung zeigen“ bekräftigt Uwe Mletzko. „Wir stehen dafür ein, dass alle in unserer Gesellschaft einen Platz haben – unabhängig davon, ob sie mit einer Behinderung leben oder eine psychische Erkrankung haben.“

Mit Statements, die zu ungewöhnlichen Perspektiven einladen, zeigen Mitarbeiter*innen, Beschäftigte und Klient*innen der ESA, was sie wollen. Sie wollen, dass Menschen mit Behinderung akzeptiert und gleichwertig behandelt werden – mit all den Rechten, die ihnen zustehen.

Den Aufmacher-Claim der Kampagne „Einigkeit, Recht und Barrierefreiheit“ erhielt Jürgen Dusel in Braille-Schrift: „Das ist ein starkes Motiv mit einer starken Headline – und passt auch gut zu meiner Arbeit. Denn das Recht haben bedeutet Freiheit haben.“

 

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