Hamburger Erfolgsmodell

Zwei Menschen schauen zusammen auf ein Tablet. Sie suchen sich eine Wegbeschreibung raus.

Innovationen gefördert, ökonomische Fehlanreize reduziert, die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung gestärkt: Das Trägerbudget in der Eingliederungshilfe – Einblicke in die Systematik des Hamburger Erfolgsmodells

Was bedeutet eigentlich ein gutes Leben? In der neuen Broschüre zum Hamburger Trägerbudget beantworten Menschen mit Behinderung diese Frage ganz persönlich:

„Viel Sport treiben, Gesundheit, Familie und ein enger Zusammenhalt.“ – Felix
„Ich treffe gerne andere Menschen. Ich liebe es, zu tanzen und zu verreisen.“ – Petra

Diese Antworten zeigen: Ein gutes Leben sieht für jeden Menschen anders aus. Muss sich also der Mensch dem System anpassen – oder das System dem Menschen? In Hamburg ist es gelungen, dieses Spannungsfeld erfolgreich aufzulösen: Der Mensch mit seinen individuellen Hilfebedarfen ist Ausgangspunkt für die Entwicklung eines passenden Unterstützungssettings. Gleichzeitig gibt es ein verlässliches, transparentes Leistungs- und Finanzierungssystem, weniger Bürokratie und Raum für Innovation.

Mit dem sogenannten „Trägerbudget“ haben sich acht Hamburger Träger der Eingliederungshilfe und die Sozialbehörde auf ein flexibles, innovatives Finanzierungs- und Leistungsmodell geeinigt, das bundesweit beispielhaft ist.

„Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihr Leben selbstbestimmt und nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe ist damit eng verknüpft und konnte in den zurückliegenden Jahren mit Hilfe der Trägerbudgets erfolgreich vorangebracht werden“, betont Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer.

Das Trägerbudget fördert Innovationen und minimiert ökonomische Fehlanreize, indem steigender Hilfebedarf und hohe Fallzahlen nicht automatisch zu Mehrerträgen führen. Ebenso bleiben die Einnahmen der Leistungserbringer bei sinkenden Fallzahlen stabil. Dieses System trägt zur erhöhten Planungssicherheit für alle Beteiligten in der Eingliederungshilfe bei. Zugleich werden Investitionen in Maßnahmen unterstützt, die eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen sowie die Entwicklung inklusiver, sozialräumlicher Konzepte vorantreiben.

In der neu veröffentlichten Broschüre mit dem Titel: „Neue Wege für mehr Teilhabe – das Hamburger Trägerbudget 2024-2028“ werden die Entstehung, Leitprinzipien, innovative Projekte und Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven vorgestellt.

Broschüre: Neue Wege für mehr Teilhabe

In kurzen und prägnanten Artikeln werden die unterschiedlichen Perspektiven beschrieben. Einblicke in die Projektvielfalt und Kooperationen der Träger*innen gegeben. Abgerundet werden die Inhalte durch eine rechtliche Einordung von Prof. Bernzen und einer fachlichen Einordung zu den Leitplanken Sozialraumorientierung durch Prof. Wolfgang Hinte.

Herausgegeben wird die Broschüre gemeinsam von der Sozialbehörde und den acht Vertragspartner*innen des Trägerbudgets:

  • BHH Sozialkontor gGmbH
  • Elbe-Werkstätten GmbH
  • Evangelische Stiftung Alsterdorf
  • F&W Fördern & Wohnen AöR
  • Leben mit Behinderung
    Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH
  • Stiftung Das Rauhe Haus
  • auxiliar GmbH
  • Lebenshilfe-Verbund Hamburg

In kurzen Projektskizzen werden außerdem innovative Ansätze vorgestellt, die das System der Eingliederungshilfe nachhaltig im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention weiterentwickeln wollen.

Veröffentlichungsdatum:

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