In der Gemüseabteilung steht links ein Mann der lacht und rechts der junge Mann und die Frau, die ihn zum Lachen gebracht haben.

Beruflich Menschen begleiten

Lars ist Heilerziehungspfleger. Das ist ein Beruf, den viele gar nicht kennen. Erzieher*in oder Pfleger*in – ja, das kennt man. Aber Heilerziehungspfleger*in?

Das ist ein Beruf, der aus der diakonischen Arbeit heraus entstand. Heilerziehungspfleger*innen unterstützen Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung dabei, ihr Leben zu führen und das möglichst selbstbestimmt.

Gemeinsam Einkaufen und Kochen

Lars arbeitet an zwei Standorten von klaarnoord, einer Tochtergesellschaft der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Heute ist er im Wohnangebot in Halstenbek. Dort wohnen die Klient*innen in ihren eigenen Wohnungen. Unten im Haus gibt es aber Gemeinschaftsräume und dort ist Lars.

Freitags steht Kochen auf dem Programm. Und damit man überhaupt etwas kochen kann, muss man vorher einkaufen. An diesem Tag sind Nadine und Tom zum gemeinsamen Kochen gekommen und Tom hat schon einen Plan, was es geben soll: Spaghetti Bolognese.

Drei Personen gehen in den Supermarkt. Sie sind von hinten zu sehen und gehen auf den Eingang zu.

Nun ziehen sie gemeinsam los zum Supermarkt. Lars begleitet sie und unterstützt da, wo es notwendig ist – zum Beispiel beim Durchrechnen der Mengenangaben des Rezepts und um die richtigen Zutaten zu finden. Aber an diesem Tag haben Nadine und Tom alles im Griff.

Wie kam Lars dazu, diesen Beruf zu ergreifen?

Dass Lars später mit Menschen arbeiten wollte, wusste er schon früh. Er hat schon früh in der Betreuung von Tageskindern unterstützt und spätestens nach dem FSJ war klar: Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger sollte es sein.

Die Flexibilität bei dem Job finde ich super. Ich kann in ganz unterschiedlichen Einrichtungen arbeiten und auch mit ganz unterschiedlichen Personengruppen. Dabei kann man sich immer neu erfinden.Lars, Heilerziehungspfleger

Heute erfindet sich Lars als Koch – oder eher Sous-Chef. Denn der Küchenchef ist heute Tom, denn er kocht auch beruflich. Nadine hilft den beiden beim Gemüseschneiden.

Heilerziehungspflege – ein Job mit Persönlichkeit

Das Besondere an dem Job als Heilerziehungspfleger*in ist, dass er wirklich nah am Menschen ist. Hier geht es darum, eine gute Verbindung zueinander aufzubauen. Das gilt insbesondere in der persönlichen Assistenz, wo die Mitarbeiter*innen für eine oder wenige Personen verantwortlich sind.

Das bedeutet, dass man Nähe zulassen können muss. Andererseits muss man auch ein Gefühl für seine eigenen persönlichen Grenzen haben.

Mit Lars kann man immer gut reden. Der hat ein offenes Ohr und immer einen Spruch auf den Lippen. Ich mag seine ruhige und entspannte Art.Tom, Klient bei klaarnoord

Neugierig geworden auf Heilerziehungspflege? Oder andere Jobs mit Sinn? Lernen Sie die ESA und ihre verschiedenen Berufsprofile kennen:

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