Außenansicht von modernen Wohnhäusern.

Das Quartier erleben

Wer die Evangelische Stiftung Alsterdorf (ESA) kennt, kennt auch den Alsterdorfer Markt – ein Platz mitten im Stadtteil für Begegnung und das Zentrum vieler Veranstaltungen. 2024 entstand hinter dem Alsterdorfer Markt neuer Wohnraum. Ein inklusives Quartier mit 90 Neubauwohnungen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenwohnen können: Das Koops-Quartier.

Außenansicht von modernen Wohnhäusern.

Vorher stand hier noch das Carl-Koops-Haus: Ein sternförmiges Gebäude aus den 1980er Jahren, in dem Menschen mit Behinderung gewohnt haben. Das Koops-Haus war aber weder komplett barrierefrei, noch entspricht es unseren Anforderungen von Wohnen und Leben in einer inklusiven Gesellschaft.

Also – weg mit dem Gebäude und rein mit dem Koops-Quartier! Das Einzige, was bleibt, ist der Name. Denn: Carl Koops war ein Kind mit einer kognitiven Einschränkung aus den Gängevierteln, das im 19. Jahrhundert als eines der ersten Kinder mit Heinrich Sengelmann auf das heutige Stiftungsgelände zog. Wie barrierefrei ist denn das neue Koops-Quartier?

Barrierefreiheit im Quartier

Die Bauweise des Koops-Quartiers soll eine offene und inklusive Gesellschaft widerspiegeln.

Das heißt konkret: barrierefreie Aufzüge, Türen, die sich elektrisch öffnen, stufenlose Wohnungen mit bodentiefen Duschen – und eine Kooperation mit der alsterdorf assistenz west, der alsterdorf assistenz ost und dem Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf (EKA). Insgesamt sind 28 von den 90 Wohnungen im Koops-Quartier für unsere Tochtergesellschaften reserviert, damit Menschen mit Behinderung den Wohnraum finden können, der zu ihren Bedürfnissen passt.

Ein moderner Hausflur mit einem Aufzug auf der linken Seite.
Ein Treppengeländer, auf dem EG in Druckbuchstaben und Braille-Schrift steht.

Und wie kann eine Wohnung gestaltet sein?

Im Koops-Quartier sind aber nicht nur die Wohnungen interessant – es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten für die Bewohner*innen, zusammen zu kommen.

Was für Freizeitangebote gibt es im Koops-Quartier?

In unserer Gartengruppe kommen Nachbar*innen jeden Alters zusammen, die im Gärtnern ein gemeinsames Hobby gefunden haben: Es ist schön zu sehen, wie die Pflanzen wachsen, blühen und Früchte tragen. Weil die drei Hochbeete auf verschiedenen Höhen sind und eines sogar mit dem Rollstuhl unterfahrbar ist, kann wirklich jede*r mitmachen.Rebekka Achterberg, Bewohnerin im Quartier

In regelmäßigen Abständen trifft sich die Gärtner-Gruppe, um die Hochbeete hinter dem Koops-Quartier zu pflegen. Hier wird saisonales Gemüse angebaut, an dem sich die Bewohner*innen frei bedienen dürfen.

Weniger Gemüse, aber mehr Essen für die Seele gibt es in der Backgruppe vom Koops-Quartier. Hier backen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen in ungezwungener Atmosphäre – das Rezept und das Gebackene gibt es natürlich danach mit nach Hause.

Im Koops-Quartier gibt es noch viele weitere Angebote, um zusammen zu kommen: Zum Beispiel das monatliche Nachbarschaftsfrühstück. Fast alle Initiativen wurden von den Bewohner*innen selbst ins Leben gerufen – mit der Hilfe von Q8-Quartiersbegleitung Lara Gößling.

Als Q8-Quartiersbegleiterin unterstützt Lara Gößling die Bewohner*innen dabei, sich im Koops-Quartier einzuleben. Besonders nach dem Einzug organisierte sie Kennlerntreffen und gemeinsame Aktivitäten im Quartier und ist gleichzeitig Ansprechpartnerin und Mittlerin zwischen Mietverwaltung und Nachbarschaft.

Es macht sehr viel Freude, die so unterschiedlichen Wünsche und Ideen aller Bewohner*innen in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Denn diese sind so vielfältig wie die Bewohner*innen des Quartiers – das macht mir riesigen Spaß und ist eine tolle Aufgabe, das Quartier auf seinem Weg zu einer inklusiveren Gesellschaft zu begleiten.Lara Gößling, Quartiersbegleitung

Aus einem alten, dunklen, nicht barrierefreien Gebäude aus den damaligen Alsterdorfer Anstalten wurde ein inklusives, modernes Wohnquartier für Menschen mit und ohne Behinderung. Bereits nach kurzer Zeit entsteht im Quartier eine inklusive Nachbarschaft, die halten wird.

 

Ihnen gefällt die Arbeit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf? Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter und bleiben in Kontakt.

 ESA-Newsletter abonnieren

Zurück zur Übersicht
Woher kennen Sie uns?
Mit Ihrer anonymen Auswahl helfen Sie uns dabei, unsere Angebote besser zu machen.