Zwei Männer laufen auf große Müllkisten zu. Ein Mann hat zwei große Holzbretter in der Hand, die er entsorgen möchte. Sie tragen Arbeitsklamotten.

Neue Wege finden

Es erfordert Mut, beruflich neue Wege einzuschlagen. Ob man seinen Arbeitgeber wechselt oder einen ganz neuen Beruf lernt – eine neue Richtung bringt viel frischen Wind mit sich und sorgt dafür, neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Auch für Daniel war es Zeit für einen Jobwechsel. Zuerst ein Arbeitsplatz in Rothenburgsort bei den alstergärtnern und jetzt: ein ausgelagerter Arbeitsplatz von der ESA-Tochtergesellschaft alsterarbeit. Heute arbeitet Daniel auf dem Betriebshof Norderstedt.

Blinder Mann baut eigenständig eine Schublade zusammen.

Was ist ein ausgelagerter Arbeitsplatz?

Ein ausgelagerter Arbeitsplatz ist ein Werkstattsarbeitsplatz in einem Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Beschäftigte arbeiten an einem anderen Ort, aber der Arbeitsvertrag liegt beim Werkstatt-Beschäftigungsträger – in diesem Fall alsterarbeit. Ein Werkstattarbeitsplatz ermöglicht es Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht mehr oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können, sich in einem geschützten Umfeld weiterzubilden.

Ein Werkstattarbeitsplatz ist eine Maßnahme der beruflichen Teilhabe. Das heißt, Menschen mit Behinderung, die bei alsterarbeit beschäftigt sind, beantragen ihre Arbeit zuerst bei ihrer zuständigen Sozialbehörde oder der Agentur für Arbeit.

Vermittelt wurde Daniel von sogenannten Jobcoaches des integrationsservice arbeit (isa). isa hilft mit ihren Jobcoaches dabei, Menschen mit Behinderung an ausgelagerte Arbeitsplätze zu vermitteln. Ein ausgelagerter Arbeitsplatz kann ein wichtiger Schritt auf dem Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt sein.

Daniel findet neue Wege

Beim Betriebsamt Norderstedt arbeitet Daniel in der Inklusionsgruppe. Gemeinsam mit seiner Gruppenleiterin Kerstin und seinen Kollegen ist er den Tag über in der ganzen Stadt unterwegs.

Weiterbildung und Qualifizierung

In die Angebote von alsterarbeit ist der sogenannte fachdienst Berufliche Bildung integriert. Der fachdienst unterstützt Menschen dabei, ihren individuellen Weg in die Arbeitswelt zu finden und berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Im fachdienst Berufliche Bildung lernen Teilnehmende sowohl handwerkliches Arbeiten als auch soziale Kompetenzen, die sie auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereiten. Ein Bildungsweg enthält feste Bausteine, die analog zu einer Berufsausbildung funktionieren – zeitlich und individuell zugeschnitten auf jeden Teilnehmenden. Denn: Im Mittelpunkt steht die Teilhabe am Arbeitsleben – unabhängig davon, ob jemand jemand gerade die Schule abgeschlossen hat, sich neu orientieren möchte oder bisher nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig war.

Nach der Erstberatung entscheiden die Teilnehmer*innen, ob sie das Eingangsverfahren sowie anschließend den Berufsbildungsbereich bei alsterarbeit absolvieren möchten.

Jeder Mensch bringt Fähigkeiten und Potenziale mit. Im fachdienst Berufliche Bildung begleiten wir Menschen dabei, diese sichtbar zu machen und berufliche Möglichkeiten zu eröffnen, die ihnen echte Teilhabe und Selbstbestimmung ermöglichen.Elisa Aßmann, Leitung fachdienst Berufliche Bildung

Mehr als ein Job

Arbeit bedeutet Zugehörigkeit, Selbstentfaltung und Unabhängigkeit – umso mehr, wenn man den nächsten Schritt wagt und in eine neue Arbeitsmaßnahme eintauchen möchte.

Wie die Geschäftsführer Anna Wolter und Jannik Hornig von alsterarbeit über Arbeit denken und was alsterarbeit ausmacht, können Sie hier im Interview nachlesen.

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